Balsthal
Auf der Holzfluh lockte ein Planschbecken statt 1.-August-Feuer

Weil der Kanton ein Feuerverbot erliess, musste der Holzfluh-Verein auf sein traditionelles Freiheitsfeuer auf dem Hausberg verzichten.

Peter Wetzel
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Ein Planschbecken als Ersatz für das 1. Augustfeuer wird Seltenheitswert erlangen.

Ein Planschbecken als Ersatz für das 1. Augustfeuer wird Seltenheitswert erlangen.

Peter Wetzel

Max Rütti, Präsident des Holzfluh-Vereins Balsthal, machte im Vorfeld der 1.-August-Feierlichkeiten, als vom Kanton ein allgemeines Feuer- und Feuerwerkverbot verhängt wurde, folgende Aussage: «Das Freiheitsfeuer kann natürlich nicht sattfinden. Wir haben aber eine kleine Überraschung als Alternative zum Feuer auf der Fluh, die wir natürlich nicht bekannt geben können.» Viele Balsthaler waren gespannt, welcher Art diese Alternative sein könnte.

Zahlreiche Besucher

Am 1. August stiegen trotz grosser Hitze zahlreiche Besucher auf den Balsthaler Hausberg. Anstelle des gewohnten Holzstosses auf der oberen Aussichtsplattform lud ein Kinderschwimmbecken, beschattet von einem Sonnenschirm und versehen mit allerlei Wasserspielzeugen, zum Baden und «Chosle» ein. Diese Idee sei vor allem bei Familien mit Kindern gut angekommen, freute sich Rütti. Aber auch einige grössere «Junggebliebene» hätten die Gelegenheit benutzt, das Miniatur-Höhenschwimmbad auszuprobieren. Am Schluss der Aktion wurde das restliche Wasser, das eine thermalbadähnliche Temperatur angenommen hatte, den darbenden Pflanzen auf der Felsenkrete gespendet.

In Absprache mit dem Kanton hatten die Verantwortlichen des Holzfluh-Vereins schon am Montag, 23. Juli, den Entschluss gefasst, mit dem Feuerbau gar nicht erst zu beginnen. Das Holz wird jeweils von der Talstation, welche sich in der Nähe des Holzfluhsattels befindet, mit einer Seilbahn hochgezogen. Einmal mit dieser Arbeit begonnen, hätte die Gefahr bestanden, dass das Holz von jemandem angezündet worden wäre, was auch schon passiert sei.

Das Holz für das Freiheitfeuer wartet nun gut zugedeckt auf seinen Höhenflug in einem Jahr. Im Übrigen sei man mit dem Publikumsaufmarsch sehr zufrieden gewesen, so Rütti. Die Hitze habe vielleicht einige ältere Einwohner bewogen, auf den schweisstreibenden Aufstieg zu verzichten. Alle, die das Ziel erreicht hatten, wurden wie immer beim Holzfluhhüttchen mit Speis und Trank belohnt.

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