Niederbuchsiten

Auf den Spuren von Burglind im «Buechban»: Die Bürgergemeinde Niederbuchsiten traf sich auf einen Waldgang

120 Personen liessen sich am Waldgang der Bürgergemeinde Niederbuchsiten über das Leben in Forst und Wald informieren.

120 Personen liessen sich am Waldgang der Bürgergemeinde Niederbuchsiten über das Leben in Forst und Wald informieren.

120 Personen erfuhren am Waldgang der Bürgergemeinde Niederbuchsiten Details über das Ausmass der Zerstörung durch Burglind. Zudem gab es einen Einblick in die örtliche Pilzkunde.

Nach der Begrüssung durch den Bürgerpräsidenten Bruno Zeltner zum gemeinsamen Waldgang in der «Buechban» erklärte Förster Reto Müller, dass der Sturm Burglind nach wie vor ein wichtiges Thema sei. Der Sturm habe vor einem Jahr 90 von 700 Hektaren Wirtschaftswald, die der Förster beaufsichtigte, zerstört. Noch immer befänden sich grosse Mengen an Holz in den Wäldern, die zur Verarbeitung bereitstünden. Nach dem Erfassen der damals entstandenen Schäden, habe man sich um die Wiederaufforstung des zerstörten Waldes gekümmert. Laut Müller seien seither bereits rund 9000 Bäume im Gebiet um das Biotop in Niederbuchsiren gepflanzt worden. 70 Prozent der Kosten habe der Kanton übernommen. Für den Restbetrag kommen die betroffenen Bürgergemeinden auf.
Auch die Klimaerwärmung nage an gewissen Bäumen, fuhr Müller fort. Hitze und Pilze brächten beispielsweise Eschen und Rottannen zum Absterben. Bei der Aufforstung nach dem Sturm habe man dies berücksichtigt und Baumarten gewählt, die mit dem veränderten Klima besser zurechtkommen, wie Lärchen, Stieleichen und Douglasien.
Die Anwesenden konnten danach zusehen, wie grosse Baumstämme mit einem Durchmesser von bis zu 90 Zentimetern mithilfe einer 1000 PS starken und 40 Tonnen schweren Maschine zu Holzschnitzeln verarbeitet werden. Das minderwertige Holz, welches beim Holzen anfällt, werde der Energienutzung zugeführt und bringe so noch etwas Geld in die Forstkasse.

Die Symbiose Baum und Pilz

Anschliessend schilderte Fredy Henzirohs die Symbiose zwischen Bäumen und Pilzen: Die Fungi würden Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor aus dem Boden holen und diese an die Pflanzen weiterleiten. Dadurch können Pflanzen üppiger gedeihen, erklärte er. Im Gegenzug werden die Pilze von den Bäumen mit Kohlenhydraten versorgt. Auch seien Pilze wie Ritterlinge oder Faserlinge für den Abbau von abgestorbenem Laub und Ästen verantwortlich. Henzirohs empfahl den Anwesenden, nach dem Pilzen immer den Pilzkontrolleur aufzusuchen, um Geniessbare von Ungeniessbaren oder Giftigen zu unterscheiden.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1