In sieben zu Ateliers umfunktionierten Klassenzimmern im Schulhaus Salzmatt verbrachten 144 Primarschüler/-innen und Kindergärtler/-innen von Fulenbach, altersgemischt in sieben Gruppen aufgeteilt, eine informative, anregende Projektwoche. Unter dem Motto: «Mit allen Sinnen» erfuhren sie vieles rund um das Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken. Dabei waren die Kinder kreativ tätig. Doch auch Erlebnisse, die alle 144 Kinder gleichzeitig miteinander teilten, fehlten nicht. Jeder der fünf Projektwochenmorgen begann mit dem gemeinsamen Singen von Liedern zum Thema «Sinne». Am Mittwoch spazierten die Kinder mit ihren Lehrkräften zum Biotop nach Wolfwil und entdeckten ihre Sinne einen ganzen Vormittag lang draussen in der Natur.

Öfter als gewünscht zog es die Fulenbacherinnen und Fulenbacher wegen des mässigen Wetters in die Schulzimmer. Im «Riechen»-Atelier von Rosi Wiggli erfuhren und testeten sie verschiedene Duftnoten, beispielsweise von Parfüm oder Blumen. Dazu bastelten sie Duftquellen wie Lavendel-Duftsäcklein. Tabea von Rohr führte die Jugendlichen in den Sehsinn ein und forderte mit dem Ausprobieren von Lesebrillen, Sehtests und einäugigem Schauen ihre Koordinationsfähigkeit heraus. Dazu wurden «Augenspiele» wie das Kreiselkino gebastelt. Magdalena Alonso liess die Kinder an ihrem «Geschmackskiosk» mit Süssem, Salzigem, Bitterem und Saurem experimentieren. Sie lernten Gewürze wie Paprika oder Curry kennen, mixten einen Multifruchtsmoothie und kreierten einen Quark aus Kräutern, die sie direkt zuvor draussen in der Natur gesammelt hatten.

In den beiden «Tasten»-Ateliers von Mirjam Steiner, Beatrice Nyffeler und Barbara Fluri arbeiteten die Kinder mit Tastmemorysäcklein, Blei-/Farbstiftsitzen, kaltem und warmem Wasser sowie Tonmasse; die aus letzterer kreierten Figuren werden nach dem Knet- und Drückerlebnis gebrannt und im Freien auf dem Salzmatt-Areal aufgestellt. Dazu kamen Handmassagen, Fussmalversuche, Füssetasten und -turnen, Gymnastik sowie verschiedene Tastspiele für die Hände. Für den Hörsinn waren Hugo Schenker und Roland Fluri zuständig. Bei ihnen mussten/durften die Kinder nicht nur zahlreiche Geräusche den entsprechenden Bildern zuordnen, sie nahmen auch einen Satz auseinander und setzten die verteilt gehörten Wörter wieder zusammen. Sie hörten einen Vortrag über die Beschaffenheit des Ohrs und wagten Experimente, beispielsweise mit Hörrohr oder Wecker beim Richtungshören oder Schallsammeln.

Der Nachwuchs aus Fulenbach beteiligte sich mit Feuereifer an der Projektwoche. Gestern Abend waren die Eltern zu einem Besuch des Sinnesateliers eingeladen. Dabei wurden sie von ihren Kindern nicht nur informiert über das Schulprojekt, sondern richtiggehend auf den Geschmack nach Sinneserlebnissen gebracht – auf den Geschmack nach Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten.