Balsthal

Auch Balsthal hofft auf IC-Halt in Oensingen wegen Anschluss an Region

Nun muss der Kanton zu offenen Barrieren bei der Thalbrücke Stellung nehmen.

OeBB Thal

Nun muss der Kanton zu offenen Barrieren bei der Thalbrücke Stellung nehmen.

An der Gemeinderatssitzung beantragte der Geschäftsführer der Oensingen-Balsthal-Bahn (OeBB) Konzession für weitere zehn Jahre und orientierte über die geplante Jurasüdfusslinie.

«Aktuell laufen die Verhandlungen mit den SBB über den Zusammenarbeitsvertrag OeBB-SBB für die nächsten zehn Jahre», konnte Geschäftsführer Markus Schindelholz zu Beginn seiner Informationen dem Gemeinderat Balsthal bekannt geben. Die Konzession laufe Ende dieses Jahres aus.

Das 10 Jahr-Erneuerungsprogramm für die Infrastruktur der OeBB gehe aber weiter. Bezüglich des Volksauftrags «Offene Barrieren Thalbrücke» meinte der Geschäftsführer, dass nach einem Zustandekommen des Auftrags das Amt für Verkehr und Tiefbau dazu Stellung nehmen müsse.

Für die Zukunft entscheidend sei der Ausbauschritt 2035, welcher ein neues Angebot für die Jurasüdfusslinie plant (wir berichteten). Schindelholz wird im kürzlich gegründeten Komitee «Pro öV-Anschluss Thal-Gäu-Bipperamt» im Vorstand als Geschäftsführer der OeBB und als Präsident des «Ausschuss Mobilität Region Thal» Einsitz nehmen.

«Der Fokus des Komitees ist auf den Anschluss an die Region und auf die weiteren Verbindungen in Solothurn und Olten zu richten, damit alle vom neuen Halbstundenangebot des Regio-Express optimal profitieren können», vertritt Schindelholz die Meinung der OeBB. «Wenn dabei der bisherige IC-Halt noch beibehalten werden kann, umso besser.»

Schindelholz stellte auch die Ideen und verschiedenen Stufen eines Fahrassistenzsystems vor. Tests bis zu einer gewissen Stufe dieses Systems sollen dabei auf der Strecke der OeBB stattfinden. Diese würden aber immer nach Betriebsschluss ausgeführt, versicherte er.

Mehr Stellenprozent im Bad

Die Balsthaler Verwaltung schlägt Alarm: «Mit 280 Stellenprozenten können wir unsere attraktiven und neu gestalteten Bäder nicht vorschriftsgemäss führen.» Die Leiterin Bäder, Ursula Nufer, sowie der Bauverwalter Anton Wüthrich könnten deshalb die Verantwortung in Bezug auf die Sicherheit der Badegäste nicht mehr übernehmen.

Deshalb wurden folgende Anträge einstimmig genehmigt: Das Pensum der Leiterin Bäder wird von 80 auf 100 Prozent erhöht. Während der Freibadsaison ist zusätzlich ein ausgebildeter Badangestellter anzustellen. Das Freibad sei frühestens auf Mitte Mai zu öffnen und spätestens am Samstag vor dem Bettag zu schliessen.

Für die Erweiterung des Kindergartens Mühlefeld in Modulbauweise setzt der Gemeinderat zur Begleitung von Projektierung und Realisierung einen Steuerungsausschuss von sechs Mitgliedern ein und bevollmächtigt diesen, die anstehenden Arbeiten für die bauseitigen Leistungen im Rahmen des Investitionskredits zu vergeben, wobei vorzugsweise ortsansässige Unternehmen berücksichtigt werden sollen.

Um mit den Budgetberatungen nicht wie so oft in Verzug zu geraten, beschloss der Rat die Einsetzung von Arbeitsgruppen, welche folgende Themen jetzt schon unter die Lupe nehmen sollen: Bildung und Infrastruktur Schulbauten, Kultur, Sport und Freizeit sowie Gesundheit.

Eine erfreuliche Abrechnung gab es für den Ersatz der Wasserleitung in der Thalstrasse: Kredit 310'000 Franken, abgerechnet 273'360 Franken. Eine noch höhere Kreditunterschreitung gab es bei der Abrechnung für den Ersatz der Wasserleitung in der Lindenallee. Diese betrug 285'518 Franken bei einem Kredit von 800 000 Franken und einer Schlussabrechnung von 514'481 Franken. (PWB)

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