Die täglichen Staus in der Klus sind seit Jahrzehnten ein Thema, welches die ganze Region beschäftigt. Und nun auch den Gemeinderat Aedermannsdorf, genauer gesagt mit dem Projekt Verkehrsanbindung Thal und der damit zusammenhängenden Finanzierung und die Kostenbeteiligung an die Gemeinde Balsthal. Da die Lösung allen Thaler Gemeinden dient, empfahl die Gemeindepräsidentenkonferenz Thal allen Gemeinden, sich mit einem Gesamtbetrag von zwei Millionen Franken zu beteiligen. Der Anteil der Gemeinde Aedermannsdorf beträgt 128 400 Franken, verteilt auf zehn Jahre.

Fällig würde die erste Rate bei Baubeginn, frühestens im Jahr 2021. Der Gemeinderat Aedermannsdorf erachtet die Verkehrsanbindung als wichtige Massnahme, um die Attraktivität der Region zu erhöhen. Der genannte Betrag wird einstimmig zuhanden der Gemeindeversammlung genehmigt. Weiter ging es um das Gebiet Eisenhammer südlich der Thalstrasse. Seit 70 Jahren wird es von der Gemeinde Matzendorf mit Wasser versorgt. Nun ist geplant, diese Liegenschaften im nächsten Jahr an die gemeindeeigene Wasserversorgung anzuschliessen.

Gleichzeitig könnte man die beiden Versorgungen von Matzendorf und Aedermannsdorf verbinden. Für diese Investition, welche auch die Sanierung der älteren Leitungen vorsieht, beantragt der Gemeinderat der Versammlung einen Bruttokredit von 480 000 Franken. Nach Abzug der Subventionen verbleiben der Gemeinde 288 000 Franken. Zusammen mit einer weiteren Tranche für die Ortsplanungsrevision sowie die Sanierung der Hauptstrasse beträgt die Nettoinvestition für 2019 372 200 Franken. Finanzverwalterin Sandra Bürki erläuterte dem Rat das Budget 2019. Voraussichtlich schliesst die Erfolgsrechnung mit einem Plus von 68 500 Franken ab. Für die Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser wird ein Gewinn erwartet.

Altpapier-Entsorgung kostet

Seit zwei Jahren sammelt die Schule Aedermannsdorf kein Altpapier mehr, da die Mengen zurückgegangen sind. Seither müssen jedoch die Einwohner beim Recyclingcenter Horisberger eine Jahresgebühr entrichten, sodass die Entsorgung des Papiers nicht mehr kostenlos ist. Aus diesem Grund beantragt der Gemeinderat eine Senkung der Abfallgebühr von 15 Franken pro Person auf nächstes Jahr. Die Steuerbezüge werden unverändert mit 129 Prozent für natürliche respektive 110 Prozent für juristische Personen beantragt. Aufgrund zugezogener Kinder bat die Schulleitung, das Pensum im Kindergarten aufzustocken, was per Anfang Jahr 2019 bewilligt wurde. (mgt)