An der Delegiertenversammlung der Genossenschaft am 15. Mai in Niederbuchsiten gingen Präsident Martin Brunner und Geschäftsführer Jörg Kilchenmann auf aktuelle Herausforderungen wie etwa die schrumpfenden Erträge aus Inserateverkäufen ein. Nach hervorragenden Geschäftsjahren 2016 und 2017 habe nun auch der Anzeiger die Auswirkungen des veränderten Medienkonsums zu spüren bekommen, sagte Kilchenmann mit Blick auf den gegenüber dem Vorjahrdeutlich geringeren Umsatz.

Noch immer mit Gewinn

Medien würde heutzutage vorzugsweise online und kostenlos konsumiert, stellte Martin Brunner fest. Dieses Konsumverhalten gelte es mit einem attraktiven Erscheinungsbild und einem aktiven, mit regionalen Informationen gefütterten Onlineportal abzuholen.

«Wir freuen uns darauf, diese Herausforderungen anzupacken», sagte der Präsident. Im Quervergleich mit anderen Wochenzeitungen steht der «Anzeiger TGO» mit seinen wöchentlich mehr als 50'000 Leserinnen und Lesern noch immer gut da. «Wir sind bestens verankert und werden gut gelesen», unterstrich Jörg Kilchenmann. Die Delegierten durften von einem Reingewinn von 253'000 Franken Kenntnis nehmen. Davon werden 200'000 Franken als Dividende an die 25 Vertragsgemeinden ausgeschüttet. Neu erfolgt die Berechnung der Dividende zu 80 Prozent nach Umsatzanteil und nur noch zu 20 Prozent basierend auf der Einwohnerzahl. Einen entsprechenden Antrag des Verwaltungsrates hiessen die 20 Delegierten ebenso einstimmig gut wie alle anderen Anträge.

Zwei Verkäuferinnen geehrt

Geehrt wurden zwei Ortsverkäuferinnen für ihre jahrzehntelange Tätigkeit für den «Anzeiger Thal Gäu Olten»: Ursula Lippuner (Hägendorf), die 24 Jahre im Einsatz war sowie Sonja Meister-Hug (Herbetswil), die sage und schreibe 32 Jahre als Ortsverkäuferin tätig war. Mit der Verabschiedung von Lippuner und Meister geht die Epoche der Anzeiger-Ortsverkäufer zu Ende. Die nächste Delegiertenversammlung findet am 13. Mai 2020 in Boningen statt. (mgt)