Neuendorf

Anwohner beantragte bereits vor 14 Jahren eine Temporeduktion — tödlicher Unfall soll nun ein Weckruf sein

Neuendorf: Anwohner warnte vor Unfall

Neuendorf: Anwohner warnte vor Unfall

Am letzten Freitag ereignete sich in Neuendorf ein tödlicher Unfall, bei dem ein Motorradfahrer mit einem Lastwagen zusammenstiess. Nun kritisiert ein Anwohner die Behörden. Es ist nämlich nicht der erste schwere Unfall an diesem Ort.

Im Bereich der Kreuzung, beim Dorfeingang Neuendorf, hat sich am vergangenen Freitagnachmittag eine Kollision zwischen einem Motorrad und einem Lastwagen ereignet. Dabei zog sich der Lenker des Motorrades tödliche Verletzungen zu und verstarb noch auf der Unfallstelle.

Diese Kreuzung scheint ein Hotspot für Unfälle zu sein. Denn wie der Anwohner Thomas Müller Tele M1 mitteilt, ereigneten sich dort bereits Dutzende von Unfällen. «Wahrscheinlich sind es sogar noch mehr. Zudem habe ich auch schon viele beinahe Unfälle mitbeobachtet.»

Daher hat Müller schon vor 14 Jahren einen Antrag an die Gemeinde Neuendorf gestellt. Seine konkrete Forderung: Die 50er-Tafeln vor der Kreuzung zu verschieben und das Tempo zu reduzieren. «Aus meiner Sicht ist die Kreuzung, wie sie jetzt ist, zu gefährlich, da noch zu schnell darübergefahren werden kann. Ich glaube bin damit auch nicht allein im Dorf», so der Anwohner weiter gegenüber dem Regionalsender. 

Kanton stimmte der Verschiebung zu

Der Antrag von Thomas Müller hat der Gemeinderat Neuendorf an den Kanton weitergereicht. Dieser hat im Januar 2007 der Verschiebung der 50er Tafel zur bestehenden Ortstafel zu gestimmt. Das Tempo zwischen Neuendorf und Härkingen überall von 80 auf 60 zu reduzieren, hat der Kanton jedoch abgelehnt, «da das Erscheinungsbild der Strasse eine Herabsetzung nicht rechtfertigt».

Auf die Antwort vom Kanton hat Thomas Müller nicht mehr reagiert. Nach dem Motorradunfall vom letzten Freitag hat er nun jedoch wieder der Gemeinde geschrieben. Er hofft, dass der tödliche Unfall ein Weckruf für die Behörden ist und das Tempo gedrosselt wird, damit in Zukunft weniger gravierende Unfälle passieren. 

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