Welschenrohr-Gänsbrunnen
An der ersten gemeinsame Gemeindeversammlung mussten noch Reglemente genehmigt werden

Die Gemeinde Welschenrohr-Gänsbrunnen passt Reglemente an und geht mit einem Aufwandüberschuss in die Zukunft.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Welschenrohr-Gänsbrunnen, die neue Einheitsgemeinde im Thal.

Welschenrohr-Gänsbrunnen, die neue Einheitsgemeinde im Thal.

Solothurner Zeitung

Die neue Einheitsgemeinde Welschenrohr-Gänsbrunnen soll auf 1. Januar 2021 ihre Geschäfte aufnehmen können. Deshalb mussten die 46 erschienen Stimmbürger in der Mehrzweckhalle an der vergangenen Gemeindeversammlung zunächst noch verschiedene Reglemente genehmigen. Es ging namentlich um die Gemeindeordnung, die Dienst- und Gehaltsordnung mit Anhängen, die Grundeigentümerbeiträge, das Familienunterstützungsreglement, das Steuerreglement und das Gebührenreglement. All diese Reglemente wurden einstimmig genehmigt.

Aufgrund der Fusion der Gemeinde und der generell gestiegenen Anforderungen stellte der Gemeinderat den Antrag, ein 20 Prozent-Pensum ab dem 1. Juli 2021 für die Bauverwaltung zu schaffen. Dabei sollen die bisherigen Gehälter der Baukommission angepasst werden. Zudem fliessen die Arbeiten des Webmasters ebenfalls in dieses Arbeitspensum ein. Die Versammlung folgte dem Antrag.

Entsorgungungsplatz: retour an den Gemeinderat

Heftig zu reden gab der neu geplante Sammel- und Entsorgungsplatz, der heute an einem ungünstigen Ort steht. Der Gemeinderat stellt den Antrag, diesen auf dem hinteren Teil des neu geplanten Parkplatzes Thalhof zu erstellen. Ebenfalls sollte dort ein neuer Parkplatzbereich entstehen. Für die Entsorgungsstelle sollten 90'000 Franken in die Investitionsrechnung aufgenommen werden, für die neu zu erstellenden Parkplätze 100'000 Franken. Die Stimmbürger meinten, die beiden Projekte seien noch zu wenig detailliert ausgearbeitet worden. Noch etliche Fragen seien offen. Der Antrag die Projekte noch einmal in einer neuen Arbeitsgruppe zu behandeln, wurde angenommen.

Ab 1. Januar 2021 ist die Fusion von Welschenrohr und Gänsbrunnen rechtskräftig. Bereits wurde deshalb über das Budget der fusionierten Gemeinde beraten. Die Vergleichszahlen mit dem Budget 2020 von Welschenrohr und Gänsbrunnen seien aber nur bedingt vergleichbar, wurde gesagt. Nach Vornahme der gesetzlich vorgeschriebenen Abschreibungen von gut 338'000 Franken wird mit einem Aufwandüberschuss von 24891 Franken gerechnet. Die Erfolgsrechnung sieht bei einem Ertrag von 6,3 Mio. Franken und einem Aufwand ohne Abschreibung von 5,8 Mio. Franken einen Ertragsüberschuss von fast 500'000 Franken vor. Einschneidend negativ wirken sich Wertberichtigungen bei Steuern und Gebühren von 128000 Franken aus.

An Nettoinvestitionen sind 424'000 Franken vorgesehen. Dabei sind ein Anteil an das neue TLF von 120'000 Franken, Teilkosten für die Sanierung der Mühlebachstrasse mit 100000 Franken die grösseren Posten.

Der Steuerfuss soll bei 121 Prozent für natürliche Personen belassen werden, schlägt der Gemeinderat vor. Eine erneute Senkung – auf dieses Jahr wurde er von 124 auf 121 gesenkt – sei nicht angebracht. Die Vorzeichen zeigen auch wegen Corona auf, dass die Gemeinde vor einigen Herausforderungen steht. Der Steuerfuss für juristische Personen soll ebenfalls bei 115 Prozent belassen werden. Die Preise für Wasser (2 Fr. pro m3) und für Abwasser (1.60 pro m3) bleiben unverändert. Die Versammlung folgte den Anträgen des Gemeinderates einstimmig.

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