Oensingen
Am Zibelimäret riefen die Live-Musiker - und die Gäste kamen

Für gewöhnlich herrscht am Sonntagabend tote Hose am Oensinger Zibelimäret. Ein musikalischer Anlass soll das ändern. Bereits nach der ersten Ausgabe lässt sich eine positive Bilanz für die Roadie Singer/Songwriter Night am Zibelimäret ziehen.

Monika Kammermann
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Im Rampenlicht: David (l.) und Kevin Schneider.

Im Rampenlicht: David (l.) und Kevin Schneider.

Es hat auch schon geschneit am «Önziger Zibelimäret». Doch dieses Jahr meinte es Petrus gut mit den Veranstaltern. Bei äusserst milden Temperaturen und strahlendem Sonnenschein liessen es sich zahlreiche Leute nicht nehmen, um über den Markt zu flanieren.

Ein Durchkommen durch die Menschenmenge war zeitweise beinah ein Ding der Unmöglichkeit. Die Besucherschar reduzierte sich allerdings etwas bei zunehmender Dunkelheit.

Sonntags verbringt man den Abend gerne zu Hause, da am nächsten Morgen die Arbeit und/oder Schule ruft. Doch nicht alle folgten diesem Ruf, sondern dem der Live-Musik, die ab 18 Uhr in der Roadie-Bar spielte.

Alles war vertreten

Das Zelt war fast voll, als der 16-jährige Kevin Schneider den Auftakt des Konzertabends spielte. Einige Zuschauer standen gar vor dem Eingang – die Temperaturen liessen dies zu.

Sein Auftritt überzeugte, vor allem das letzte Stück, das Cover von «Radioactive», das von den «Imagine Dragons» stammt. Das Publikum verlangte eine Zugabe und die wurde selbstverständlich gewährt, hierbei wurde er von seinem Bruder David unterstützt.

Nach einer zwanzigminütigen Pause spielten Stephen McCabe und Hans Rotschi – die Oensinger Urgesteine, musikalisch gesehen.

Danach folgten die Auftritte des «singenden Kochs» Oliver Zwahlen und zu guter Letzte die Roadie Huusband.

Das Publikum im Zelt war wie zweigeteilt: Die einen hörten aufmerksam der Musik zu, die anderen schienen froh zu sein, dass in der Roadie-Bar um diese Uhrzeit noch etwas los war.

Aber auch Jung und Alt waren da, sowie Einheimische und Nicht-Oensinger lauschten der Musik und genossen die Zeit mit Freunden oder Partnern.

«Tote Hose»

Vier Besucher aus Oensingen und Umgebung waren sich einig: «Gut, dass heute Abend etwas veranstaltet wird. Ansonsten wären wir jetzt alle schon nach Hause gegangen.»

Ein anderer Gast stimmte zu: «Ja, in den letzten Jahren war am Sonntagabend nicht viel los. Es herrschte eher tote Hose.» Es sei nur schade, dass etwas wenig Werbung betrieben worden sei.

Er habe nur per Zufall von der Roadie Singer/Songwriter Night erfahren. Ein anderer Gast aus Balsthal bezeichnete das Gebotene sogar als sensationell: «Es ist toll, dass hier am Sonntagabend am Zibelimäret Live-Musik zu hören ist, nachdem in Vergangenheit jeweils nicht viel los war.»

Der Anlass als solches wie auch die auftretenden Musiker wurden gelobt. Hie und da gabs anerkennende Worte: «S isch no gueti Musig.»

Die beiden Brüder Daniel und Pascal Meister freuen sich und ziehen eine positive erste Bilanz über den Anlass: «Es ist super, wie viele Leute gekommen sind», sagten sie übereinstimmend.

Das lässt, wie bereits angekündigt, auf eine zweite Ausgabe hoffen. Ob jedoch wieder im selben Rahmen mit akustischer Musik, sei dahingestellt.

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