Mümliswil-Ramiswil
Am Jungtambouren- und Pfeiferfest winkt als Preis ein Freiberger-Fohlen

Der kleine Tambourenverein Mümliswil-Ramiswil organisiert das grosse Jungtambouren- und Pfeiferfest, das Ende September im stattfinden wird. Erwartet werden rund 600 Teilnehmende aus 13 Kantonen, die im Dorf übernachten werden.

Monika Kammermann
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Das Organisationskomitee mit (v.l.) Ernst Frei, Roman Bader, Claudia Rubitschung, Andy Frei, Co-OK-Präsident, Marcel Loosli, Heinz Büttler, OK-Präsident, Pernilla Probst, Silvan Büttler, Pierre Grossmann; es fehlen: Heinz Halbeisen und Rolf Halbeisen.

Das Organisationskomitee mit (v.l.) Ernst Frei, Roman Bader, Claudia Rubitschung, Andy Frei, Co-OK-Präsident, Marcel Loosli, Heinz Büttler, OK-Präsident, Pernilla Probst, Silvan Büttler, Pierre Grossmann; es fehlen: Heinz Halbeisen und Rolf Halbeisen.

Monika Kammermann

Dass die Tambouren Mümliswil-Ramiswil mehr als nur Trommeln können, haben sie an der letzten Fasnacht bewiesen. Während dreier Monate führte der Verein das Restaurant Limmernschlucht. Nun wartet das nächste Grossprojekt: das 32. Zentralschweizerische Jungtambouren- und Pfeiferfest; es wird am 27. und 28. September stattfinden. Der Verein sei vom Verband relativ kurzfristig angefragt worden, wie OK-Mitglied, Tambour und Leiter Jungtambouren Andy Frei berichtet.

Glück gehabt mit der Akustik

Die Tambouren Mümliswil-Ramiswil sind mit zwölf Aktivmitgliedern ein kleiner Verein. So hat jedes Mitglied eine Funktion im Organisationskomitee, das um fünf weitere Personen aus dem näheren Umfeld ergänzt wird. Erwartet werden rund 600 Teilnehmende aus 13 Kantonen, die im Dorf übernachten werden.

Da braucht es etliche Schlafplätze. Turnhalle, Zivilschutzanlage, Schulhäuser Rank und Reckholder dienen hierfür. «Zum Teil haben wir auch Privatunterkünfte, besonders für die 40 Juroren», erklärt Frei. Am Samstag werden die Einzelwettkämpfe stattfinden – unterteilt in den Kategorien T1 bis T5. «Dafür benötigen wir 14 Jury-Lokale, die vom Verband abgenommen sind.»

Zum Glück liessen sich relativ viele Räume mit guter Akustik finden: im Schulhaus Brühl, Bürgerstube, Martinsheim, in Sitzungszimmern, ferner drei Lokale im Ramiswil, die eine in der Schreiner-Werkstatt von Martin Disler. Dafür wird eigens ein Shuttle-Transport organisiert. Der Verein ist dankbar für die gute Zusammenarbeit mit der Einwohnergemeinde für die freie Benützung der Lokale und der Infrastruktur.

Trommeln in jeder Gasse

Insgesamt nehmen 73 Vereine teil mit Tambouren und Pfeifern im Alter von etwa sieben bis und mit 19 Jahren. «Die Teilnahme ist eine grosse Motivation», weiss der langjährige Tambour Frei aus eigener Erfahrung. Man hoffe einerseits mit der Durchführung des Festes, andere kleinere Vereine zur Durchführung zu ermutigen. Andererseits möchten die Tambouren dadurch der Bevölkerung das Trommeln näherbringen.

Am Samstagabend ist das Finale der zehn Besten, der Gewinner erhält als Preis ein Freiberger-Fohlen. Danach steigt ein Unterhaltungsabend mit dem Tambouren Laupersdorf-Thal, Tambouren Rekrutenschule, Pipes and Drums of Auld Bernensis, Wangen an der Aare, White Cross Drum Corps, Schwyz. «Eine Tradition an einem Fest ist das Gässle. Man zieht in Gruppen durch die Strassen und musiziert. Das werden wir ebenfalls am Samstagabend machen», so Frei. Am Sonntag wird um 14 Uhr ein Festumzug stattfinden mit allen teilnehmenden Sektionen.

Marke Guldental fördern

Das Fest steht unter dem Motto «Guldental 2014». «Wir legen bei diesem Anlass Wert auf Traditionen. Unter den Tambouren und Pfeifern ist man nämlich eine grosse Familie. Zudem wollen wir die Marke Guldental nach aussen tragen», erklärt Andy Frei.

Dafür verwende man so weit wie möglich einheimische Produkte und sucht die Kooperation mit dem Naturpark Thal. Es werde eine Trommel-Meile geben mit verschiedenen Ständen – ein kleiner Markt. Hinzu kommt ein Örgelihaus, eine Plattform für junge volkstümliche Musikern.

Für das ganze Fest sind rund 300 Einsätze nötig, die von den Dorfvereinen, Freunden und Familien bestritten werden. OK-Präsident Heinz Büttler lobt das organisierende Team: «Da steckt sehr viel Herzblut und Engagement drin. Es ist ein riesen Aufwand. Wir haben in kurzer Zeit, Enormes auf die Beine gestellt.»