Laupersdorf
Alphorn wird ins Fächerangebot der Musikschule aufgenommen

Der Gemeinderat Laupersdorf lenkte nun doch noch ein und will das Instrument Alphorn an der Musikschule anbieten. Dafür wird das Fach Kirchenorgel gestrichen.

Rudolf Schnyder
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Die Alphorngruppe Laupersdorf in Aktion. Jetz soll das Instrument auch an der Musikschule gelernt werden können. (Archiv)

Die Alphorngruppe Laupersdorf in Aktion. Jetz soll das Instrument auch an der Musikschule gelernt werden können. (Archiv)

Sandra von Ballmoos/Naturpark Thal

Walter Vonarburg, Leiter der Musikschule Laupersdorf, stellte an den Gemeinderat das Gesuch um Aufnahme des Alphorns ins Fächerangebot der Musikschule Laupersdorf ab dem kommenden Schuljahr 2014 / 15.

Am 19. August 2013 lehnte der Gemeinderat Laupersdorf dieses Gesuch noch ab, mit der Begründung, das Gesuch sei nicht fristgerecht vor Beginn des Schuljahres und vor der Ausschreibung eingegangen. «Das schweizerische Nationalinstrument darf im Angebot der Musikschule nicht fehlen. Dieses Instrument erfreut sich bei der Bevölkerung stark zunehmender Beliebtheit, bei sehr vielen Anlässen treten heute Alphorngruppen auf- die angesagte ‹Swissness› wird dadurch herausgestrichen- und unterhalten die Zuhörerschaft mit ihren urchigen Klängen», schreibt Vonarburg im Gesuch.

Die Fachkommission Schule hat bereits im Februar 2014 über dieses Gesuch befunden und ist einstimmig der Meinung, Alphorn ins Fächerangebot aufzunehmen. Zurzeit bekunden zwei Schüler Interesse am Alphorn-Unterricht. Im Gegenzug soll das Fach «Kirchenorgel», in den letzten fünf Schuljahren hat niemand dieses Fach gewählt, aus dem Fächerangebot der Musikschule Laupersdorf gestrichen werden.

Beliebteste Fächer sind derzeit Klavier (14 Schülerinnen und Schüler), Gitarre (12), Keyboard (11) sowie Schlagzeug (9). Insgesamt besuchen im laufenden Schuljahr 75 Schülerinnen und Schüler die Musikschule Laupersdorf.

Mit 8 gegen 1 Stimmen beschloss der Gemeinderat, das Instrument Alphorn in das Fächerangebot der Musikschule aufzunehmen.

300 Meter-Scheibenstand sollte saniert werden

Der Schützenverein Laupersdorf richtete an den Gemeinderat Ende März 2014 ein Schreiben bezüglich Sanierung des 300 Meter-Scheibenstandes. Bereits im Juli 2010 und Oktober 2012 gelangte der Schützenverein Laupersdorf mit einem Gesuch bezüglich Sanierung des Scheibenstandes an den Gemeinderat. In der Folge fanden Gespräche zwischen dem Gemeinderat und Vertretern des Schützenvereins statt.

Damals wurde vom Gemeinderat in Aussicht gestellt, den nötigen Kredit für eine Sanierung in den Finanzplan 2012 - 17 aufzunehmen. Gemäss der Verordnung «Schiessanlagen» steht eine Gemeinde in der Pflicht, den Scheibenstand zu unterhalten. Durch die Firma Sius AG aus Effretikon wurde am 5. Dezember 2013 die jährliche Scheibenkontrolle durchgeführt.

Das Ergebnis lautete, dass die Hauptrahmen der Scheiben ersetzt werden sollten, da Abweichungen bei den Messungen vorkommen könnten.

Durch die Alterung weisen die Schallkammern in denen die Messungen erfolgen zu wenig Spannung auf und deshalb kann keine Garantie mehr für die Messgenauigkeit übernommen werden.

Die Kostenofferte für das Ersetzen der Hauptrahmen beläuft sich auf 13 000 Franken. Der Schützenverein bot an, die Kosten vorab als Vorleistung für eine gesamte Sanierung der Scheibenanlage selbst zu übernehmen.

Der Umbau der bestehenden acht elektronischen Trefferanzeigen würde gemäss einer Kostenofferte der Sius AG 127 436 Franken kosten. Für den Gemeinderat stehen zwei Varianten im Fokus: Die Sanierung des 300 Meter-Scheibenstandes oder das Einkaufen in einer anderen Gemeinde (allenfalls in Balsthal). Der Gemeinderat möchte nun mit den Vertretern des Schützenvereins in Gesprächen eine gemeinsame Lösung finden.