Oensingen-Balsthal-Bahn

Alles neu macht das Jahr 2020: Die OeBB investiert kräftig in das Bahnnetz

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Über 3 Millionen Franken will die Oensingen-Balsthal-Bahn in die Infrastruktur investieren – für die kleine Firma eine Herausforderung. Anders als etwa die grosse SBB spürte die OeBB die Corona-Auswirkungen beim Personenverkehr weniger stark. Eine markante Zunahme gab es beim Güterverkehr.

Das Bauen ist bei der OeBB ein anhaltendes Thema. Im letzten Jahr, beförderte die Regionalbahn wegen des Bahnhofumbaus in Oensingen 8,5 Prozent weniger Passagiere (rund 538'000 Personen). Auf das finanzielle Ergebnis hatte dies jedoch wenig Einfluss, wie das Kernteam an der Generalversammlung feststellen durfte: Bei einem Betriebsaufwand von 2,9 Millionen Franken resultierte ein kleines Plus von rund 79'000 Franken, das primär auf nicht verwendete Infrastruktur-Gelder zurückzuführen ist.

Umso grösser ist nun das Budget für die Erneuerungsarbeiten in diesem Jahr: Unter anderem 1,45 Millionen für neue Fahrleitungen im Bahnhof Balsthal, 425'000 Franken für die Fahrleitung Oensingen – Maiacker sowie 625'000 Franken für einen Gleisersatz zwischen Maiacker und Klus. Gerade was die Fahrleitungen anbelangt, ist die angestrebte Langlebigkeit an eine Grenze gestossen: Sie stammen grösstenteils noch aus der Zeit der Elektrifizierung um 1943 und sind über 70-jährig.

Allein am Bahnhof Balsthal mit seinen Abstell- und Depotanlagen müssen 2,4 Kilometer Fahrleitungen ausgewechselt werden. Das Bundesamt für Verkehr bewilligte insgesamt bereits 2,7 Millionen Franken für dieses Jahr und das Volumen könnte noch grösser werden. «Wir haben noch einen Nachtrag pendent, womit sich die Investitionen sogar auf über 3 Millionen Franken belaufen dürften», sagt Markus Schindelholz auf Anfrage. Neben dem Gleisersatz sollen auf dem Abschnitt zwischen Maiacker und Klus auch der auch der Kabelkanal und Gleisquerungen als Vorinvestition für den Stellwerkersatz im Jahr 2021/2022 sowie der Bahnübergang zur Industrie Klus erneuert werden. Dafür wären im November zwei Wochenendsperrungen der Bahnstrecke mit Bahnersatz notwendig. «Die Gesamtinvestition ist, soviel ich weiss, noch nie in einem Jahr in dieser Höhe ausgefallen», sagt Schindelholz, welcher der OeBB seit drei Jahren vorsteht, vorher jedoch bereits acht Jahre im Verwaltungsrat tätig war. Für die kleine Regionalbahn bestehe die Herausforderung nun darin, die gesprochenen Gelder abzuholen und die Erneuerung der Bahnstrecke in diesem Jahr umzusetzen.

Nicht nur auf der Schiene macht sich die OeBB fit für die Zukunft. Nachdem sie letztes Jahr das Perron in Oensingen anpasste, sollen 2021 die digitalen Informationstafeln folgen. Wegen des zunehmenden Vandalismus erweiterte das Unternehmen zudem die Videoüberwachungen in Balsthal und bei der Thalbrücke. Seit Mitte Juni verfügt die OeBB darüber hinaus über einen neuen Internetauftritt, mit optimiertem Design und besserer Struktur.

Corona sorgte für Zunahme im Güterverkehr

In diesem Frühling führte das Coronavirus auch bei der OeBB zu einem Rückgang der Passagierzahlen. «Wir sind noch lange nicht auf dem Niveau vor der Pandemie», sagt Schindelholz. Jedoch brach der Personenverkehr zwischen Balsthal und Oensingen nie so stark ein wie auf anderen Bahnstrecken. Als der Stillstand am ausgeprägtesten war, verzeichnete die OeBB noch immer knapp 40 Prozent der üblichen Passagierzahlen. «Wir haben festgestellt, dass wir viele Pendler haben, die nicht im Homeoffice arbeiten können», sagt Schindelholz. Mittlerweile befindet sich der Personenverkehr der OeBB bei rund 60-65 Prozent des üblichen Volumens und somit bereits markant höher als auf vielen SBB-Strecken. Die Oensingen-Balsthal-Bahn dünnte etwa den Fahrplan auch nie aus, um die Anschlüsse an den halbstündlich versetzt in Oensingen haltenden Intercity 5 zu gewährleisten. Aussergewöhnlich hoch war während der letzten Monate das Güterverkehr-Volumen. «Wir verzeichneten eine Zunahme von rund 30 Prozent», sagt Schindelholz. Dafür habe der Hauptkunde Swiss Quality Paper in Balsthal gesorgt, der markant mehr Rohmaterial zuliefern liess und offenbar eine erhöhte Nachfrage seiner Spezial-Papiere verzeichnete. Zudem seien auch mehr Holztransporte als üblich durchgeführt worden, was aber keinen direkten Zusammenhang mit Corona habe, so Schindelholz.

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