Schönenwerd
Alle Auftritte an der Kulturwoche konnten im Freien erfolgen

Der «Mixed-up»-Chor und die Band «Out of Time» waren Juwelen der Unterhaltung an der diesjährigen, 28. Schönenwerder Kulturwoche. Es war ein guter Anlass, und es konnte eine positive Bilanz gezogen werden.

Arno Oppliger
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«Out of Time»: Die Band bot beste Unterhaltung.

«Out of Time»: Die Band bot beste Unterhaltung.

Arno Oppliger

Das Wetter meinte es gut mit der Schönenwerder Kulturwoche 2014: Alle Auftritte konnten als Freilichtaufführung angeboten werden.

«Mixed-up» als echtes Erlebnis

Der Auftritt des Oltner Chors «Mixed-up» am Mittwoch an der Kulturwoche Schönenwerd wurde zu einem echten Erlebnis. Schon der Auftritt war unkonventionell, indem die Sängerinnen und Sänger, angeführt von ihrer Dirigentin Gitte Deubelbeiss, singend auf die Bühne kamen. Nach einer kurzen Erklärung, dass der Chor ohne Instrumentalbegleitung singe, sondern die Stimme auch für die Begleitung eingesetzt werde, begann das Konzert, das unter dem Motto «together» stand. Bei jeder Nummer wechselte die Aufstellung auf der Bühne, so dass farblich auch immer neue Akzente gesetzt wurden.

Das Repertoire umfasste eine Vielfalt von Stilrichtungen bis hin zur Umsetzung des Zähneputzens in ein Lied «ohne Melodie». Der Name «Mixed-up» bewahrheitete sich in der Mischung der Darbietungen, die jeder Zuhörerin und jedem Zuhörer etwas bot. Die Dirigentin leitet die Sängerinnen und Sänger seit zehn Jahren mit grossem Erfolg. Der Chor vermittelte eine Freude am Singen, unterstützt durch die oft humorvolle Choreografie, welche die Begeisterung auf das Publikum übertrug. Nach den Zugaben folgte schliesslich der Abgang ebenso unkonventionell wie der Auftritt als gelungener Abschluss eines unterhaltsamen Abends, der mit einem ausgiebigen Applaus besiegelt wurde.

«Out of Time» bot Rock und Pop

Die Band «Out of Time» präsentierte am Donnerstag ein Programm quer durch die Rock- und Pop-Musikstile von den Beatles bis heute. Mit grossem Elan wurden grosse Hits aus dieser Zeit interpretiert, die sichtlich den Geschmack des Publikums trafen. Die breite Palette sprach auch ältere Zuhörerinnen und Zuhörer an, die mit den Beatles und dem Rock’n’Roll gross geworden sind. Da wurden die sentimentalen Seiten der wilden Jugend wieder wach, die zu dieser Musik tanzte und feierte. Dieses Erinnern bewog einige Konzertbesucher auch zum Tanzen, sei es, dass man sich allein dem Rhythmus der feurigen Musik hingab oder sich im stilechten Paartanz auf der Bühne präsentierte. Neben dem Gesang begeisterten vor allem auch die Gitarrensoli von Toni Lax, die unter die Haut gingen. Der Ruf nach Zugaben nach dem ordentlichen Programm zeigte, dass das Publikum mit dem Programm zufrieden war.

Die Kulturwoche war ein guter Anlass. Die um einen Tag verkürzte Kulturwoche, die zum 28. Mal ausgetragen worden ist, bot für alle etwas. So setzte sich das Publikum jeden Abend etwas anders zusammen. Das Highlight war dieses Jahr der kabarettistische Auftritt von Schreiber vs. Schneider, den Kolumnisten aus der Coop-Zeitung. Die übrigen Darbietungen waren durchschnittlich besucht. Die Kulturkommission hat bewiesen, dass die Kulturwoche zu einem festen Bestandteil im Kulturleben Schönenwerds geworden ist. Für die gute Arbeit kann man Daniel Poffa und seinem Team danken und für die Zukunft viel Erfolg wünschen.