August Diemand orientiert per Brief über die neue Führungsmannschaft der Sporthus AG, nachdem er Ende April des kommenden Jahres das Geschäft übergeben und in den Ruhestand treten wird. Im Schreiben erwähnt er, dass er stolz sei, dass das traditionelle Sportgeschäft würdige Nachfolger gefunden habe und der Standort nachhaltig gesichert sei. Michael Albani, seit 2011 Mitglied des Geschäftsleitungsteams (zusammen mit seinem Bruder Claudio und bis 2013 mit Daniel Fink), wird weiterhin Geschäftsführer bleiben. Er wird gemeinsam mit den Inhabern und Betreibern der fitneXX AG, Heinz Büttler und Roberto Borghi, das Geschäft übernehmen und weiterführen. Heinz Büttler dazu: «Die fitneXX AG geht mit der Sporthus AG eine neue Partnerschaft ein und man hofft, damit etwas zu einer nachhaltigen Nachfolgeregelung beizutragen.» Natürlich strebe man auch gewisse Synergien zwischen den beiden Firmen an.

27 Jahre lang Geschäftsführer

Eine Zusammenarbeit mit der Sporthus AG habe sich schon seit der Übernahme der Tennishalle durch die fitneXX AG ergeben. Mit der frühen Orientierung über die neue Führung wolle man jetzt schon klare Verhältnisse über die Zukunft des Sportgeschäftes und dessen Mitarbeiter schaffen – und kursierende Gerüchte richtigstellen.

Diemand Gusti, wie er genannt wird, der nächstes Jahr das Pensionsalter erreichen wird, ist bezüglich der Sportgeschäfte in Balsthal ein Mann der ersten Stunde. Nach seiner Lehre als Schriftsetzer bei der Firma Burgunder-Baumann (später Dietschi Druck AG) arbeitete er drei Jahre lang im Aussendienst dieser Firma. Seine Berufslaufbahn nahm 1979 eine entscheidende Wende, als Erhard Meister, der von Hans Meister die Firma «Meister Sport» in Matzendorf gekauft hatte, das Geschäft nach Balsthal verlegte in das Lokal der ehemaligen Schuhhandlung Eibelwieser an der Falkensteinerstrasse. Die Einzelfirma wurde im gleichen Jahr in eine AG umgewandelt. Diemand wurde zum ersten Geschäftsführer ernannt, weil er in persönlichen Gesprächen mit Erhard Meister mehrmals den Wunsch geäussert hatte, einmal selber ein Sportartikelgeschäft führen zu können. Das blieb er bis 2006.

Geschäft zu Bedeutung geführt

Sechs Jahre später übernahm die Firma Wiedmann-Dettwiler AG das Sportartikelgeschäft, das 1987 an die Sporthus Balsthal AG weiterverkauft wurde. Die Firma hiess damals «Sporthus Diemand». Ein Höhepunkt in der Geschichte des Sportartikelgeschäfts war der Umzug ins neue Geschäftshaus gleich nebenan (ehemalige Scheune des Werkhofes).

Der Aufbau und die Entwicklung der Firma habe ihn über all die Jahre motiviert, sagt Diemand. Sehr geschätzt habe er den Kontakt mit der Kundschaft und die zahlreichen Begegnungen. «Dass das Sporthus in der Region während meiner Zeit als Geschäftsführer – zusammen mit meinen Mitarbeitern – eine gewisse Bedeutung erreicht hat, stimmt mich sehr zufrieden.» Das Geschäft sei jedoch mit dem Aufkommen der Grossverteiler zum Teil recht schwierig geworden. Darum sein Ratschlag an die Nachfolger: «Eine Spezialisierung und Konzentration auf gewisse Gebiete werden in Zukunft unsere Stärke und Chance sein.»