Zweimal war die Kreuzackerhalle in Laupersdorf voll besetzt, als die Trachtenvereinigung Thal ihren Unterhaltungsanlass durchführte. Hans Probst, Präsident, Trachtentänzer und Regisseur der Trachtenvereinigung Thal, zeigte sich hocherfreut.

Der erste Programmteil wurde eingeleitet mit einem kurzen Konzert des Schülerensembles Popcorn der Musikschule Matzendorf unter der Leitung von Dorli Ackermann und Roland Bärtschi. Die von der Leiterin Madeleine Probst mit den Erwachsenen-Tanzpaaren der Trachtentanzgruppe und die von den Leiterinnen Madeleine Probst und Oskana Schindelholz mit den Kinder-Tanzpaaren einstudierten und abwechselnd aufgeführten Tänze waren eine gefreute Augenweide. Ebenso der Tanz «’s isch Tanz im Buechibärg» der Trachtentanzgruppe wie die Tänze «Dr Züghusjoggeli» und «Am Kindertanzfescht» der Kindertanzgruppe, die Tänze «Mir wei luege» und «Es Liebesbriefli» der Trachtentanzgruppe, die Tänze «Muess das sy?» und «Dr Luusbueb von der Kindertanzgruppe, die Tänze «s Träumli» und «s Wunder» der Trachtentanzgruppe.

50 Tänze hat die Trachtentanzgruppe insgesamt einstudiert. Der «Kabis-Schottisch» hat die Nummer 43 und wurde zum Abschluss vom Publikum als Zugabe gewünscht. Die Gruppe erfüllte selbstverständlich diesen Wunsch und erhielt dafür den entsprechenden, verdienten Applaus.

Spontane Lachsalven

Im zweiten Programmteil kamen die Freunde des Volkstheaters voll auf ihre Kosten. Und zwar bei der Komödie «Diamanten im Stroh» in drei Akten unter der Regie von Hans Probst, bei der ebenso die «Alten Hasen» wie die «Jungen Füchse» der Darstellenden mit ihren Talenten überzeugten. Sie brachten Spannung auf die Bühne und entlockten dem Publikum laufend spontane Lachsalven. Zur Geschichte: Die verwitwete junge Bäuerin Barbara Mosimann (Regula Probst) versucht, den Hof alleine weiterzuführen. Mit Philipp Keller (Stefan Probst), dem Dorfpolizisten, könnte sie sich eine zweite Ehe vorstellen. Beide sind jedoch schüchtern. Der schleimige Prediger August Biedermann (Rolf Nussbaumer) hat ebenfalls ein Auge auf Barbara Mosimann geworfen, was die geschwätzige Nachbarin Line Bölsterli (Rahel Allemann) zu fördern versucht. Die Schwiegereltern von Barbara, Lorenz Mosimann (Fredy Schweingruber) und Ida Mosimann (Olivia Meister), sind auch keine wirkliche Hilfe. Nach einigen missglückten Versuchen mit alternativen Einnahmequellen ist man nun bei «Schlafen im Stroh» angelangt.

Turbulent und mit Happy End

Doch die ersten Gäste, Kevin Mühlemann (Beat Nussbaumer) und Roman Fischer (Reto Gautschi) – ein Gaunerpaar, das nach einem Diamantenraub Unterschlupf braucht – sind mehr als obskur. Die Managerin Viola Wagner (Karin Grossenbacher) sucht Zerstreuung, hinzu kommt die verwöhnte Bikerin Catherine Morgenstern (Regula Haefeli) mit einem besonderen roten Pullover. Das Chaos ist da. Doch: Ende gut, alles gut. Mit dem Finderlohn für die von den Gaunern gestohlenen und von Ida Mosimann gefundenen Diamanten konnte die finanzielle Situation der jungen Witwe gerettet sowie ihre und des Dorfpolizisten Schüchternheit überwunden werden.

Souffliert hat Melanie Probst. Für die Requisiten verantwortlich waren Bethli und Anett Müller und für die Maske Marianne Bader und Christine Fankhauser.