Oensingen
93-jähriger Gäuer geht als ältester Fahrer an den Start

Hans Sägesser nimmt mit seinem Mercedes-Benz 450 SL Cabriolet und Beifahrer Jörg Liechti an der internationalen Rallye Raid Suisse-Paris teil. An den Start geht der 93-Jährige für das Team Dörfliger.

Erwin von Arb
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Hans Sägesser mit seinem Mercedes-Benz 450 SL Cabriolet Jahrgang 1973.

Hans Sägesser mit seinem Mercedes-Benz 450 SL Cabriolet Jahrgang 1973.

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Wenn am 28. August in Basel die inzwischen 24. Auflage des Rallye-Klassikers Raid Suisse-Paris gestartet wird, schreibt der Oensinger Hans Sägesser Geschichte. Er ist mit seinen 93 Jahren der bislang älteste Oldtimer-Rallyefahrer, der je an diesem Rennen je teilgenommen hat, wie Alain Erba von der Organisation Raid auf Anfrage erklärt.

Bei dieser international beschickten Fernfahrt legen die Teilnehmer in drei Tagen rund 1000 Kilometer zurück. Als einmalige Ausnahme in der Geschichte dieser Rallye ist dieses Jahr aber nicht Paris, sondern Brüssel das Ziel der Reise.

Für das Team Dörfliger am Start

Der in Oensingen wohnhafte Rallyefahrer mit Jahrgang 1921 wollte schon lange einmal am Raid teilnehmen, wie er im Gespräch verrät. «Ich hab schon oft von dieser Rallye gehört und war sofort dabei, als mir die Gelegenheit dazu geboten wurde», sagt Sägesser.

An den Start mit seinem Mercedes-Benz 450 SL Cabriolet Jahrgang 1973 und Beifahrer Jörg Liechti, ebenfalls aus Oensingen, geht der 93-Jährige für das «legendäre» Team Dörfliger, wie die Raid-Verantwortlichen dazu vermelden. Dahinter verbirgt sich niemand anderes als der Egerkinger Unternehmer Reinhold Dörfliger senior, der dieses Jahr mit 22 Personen und elf Oldtimer-Fahrzeugen am Raid teilnimmt.

Ob Sägesser die Rallye in der Teamwertung oder als Einzelfahrer bestreitet, ist noch offen, wie Alain Erba erwähnt. «Möglich wäre die Bildung von insgesamt drei Teams». Das werde unmittelbar vor dem Start in Basel entschieden. Unabhängig davon freut sich Sägesser bereits auf seinen Einsatz. «Altes Eisen rostet nicht, vor allem wenn es um die Faszination des Automobils geht», meint Sägesser, dem sein Alter niemand geben würde.

Auch Rückreise im Oldtimer

Sägessers Entscheid, am diesjährigen Raid mitzufahren, freut vor allem Reinhold Dörfliger. «Ich konnte ihn zum Glück dafür begeistern und er wird es sicher nicht bereuen.» Den Rückweg nach der Ankunft in Brüssel am 31. August wird das Team Dörfliger übrigens ebenfalls im Oldtimer unter die Räder nehmen. «Dann nehmen wir es aber gemütlich, geniessen die Landschaft und die französische Küche und freuen uns natürlich, einen begeisterten Autofahrer mit Jahrgang 1922 in unseren Reihen zu wissen», sagt Dörfliger.

Wenn die Oldtimer wieder im Gäu ankommen, werden sie rund 2000 Kilometer zurückgelegt und auf der Strecke bestimmt einiges erlebt haben.