Laupersdorf

5000 Stunden für das Brunnenfest

Das OK (v. l.): Christian Stark, Anton Koch, Tobias Studer, Thomas Wey, Stefan Saner, Andreas Kamber, Michael Brunner, Markus Bobst. Es fehlen Christian Meister, Jonas Ackermann und Joel Zuber.

Das OK (v. l.): Christian Stark, Anton Koch, Tobias Studer, Thomas Wey, Stefan Saner, Andreas Kamber, Michael Brunner, Markus Bobst. Es fehlen Christian Meister, Jonas Ackermann und Joel Zuber.

An Fronleichnam findet in Laupersdorf die 33. Auflage des drei Tage dauernden Dorffestes statt. Was mit der Prozession der Erstkommunikanten beginnt, mündet in «Kaffistübli», Tattoo stechen und Kirschenstein spucken.

Fronleichnam ist in Laupersdorf seit vielen Jahren ein ganz spezieller Tag. Da ziehen die Erstkommunikanten Blumen streuend durchs Dorf, die Musikgesellschaft macht ihrem Namen alle Ehre und versprüht Frohsinn, die Dorfbevölkerung prozessiert durch das Dorf und zelebriert das Fest der leiblichen Gegenwart von Jesus Christus.

Für viele Laupersdörfer und Laupersdörferinnen ist die traditionelle Fronleichnams-Prozession gleichbedeutend mit dem Start von drei aussergewöhnlichen Tagen. Denn anschliessend an die Prozession beginnt das Brunnenfest. Zum 33. Mal findet das weit über die Dorfgrenzen hinaus beliebte Fest dieses Jahr statt. Mit einem neuen OK-Präsidenten, einem neuen Verein und einem neuen Stübli-Standort.

«Alles bereit für das Fest?»

Zur Zeit eine beliebte Frage im Dorf, so kurz vor dem Brunnenfest. Wer in Laupersdorf wohnt, weiss halt, dass es viel zu tun gibt für das Brunnenfest. Gemäss den Aussagen des neuen OK-Präsidenten Stefan Saner leisten die Vereine für das Fest insgesamt rund 5000 Stunden Fronarbeit. Umso schöner ist es denn auch, wenn die Antwort auf die Frage ein klares «Ja» ist. Auch der neue OK-Präsident Stefan Saner kann diese Frage ebenfalls mit Ja beantworten. Er ist bereits seit vielen Jahren OK-Mitglied und Co-Präsident und erlebt nun sein erstes Brunnenfest als OK-Präsident. Dabei kann er sich auf ein eingespieltes Organisations-Komitee verlassen, das viel Zeit, Engagement und Muskelkraft in die Vorbereitung und Umsetzung für das Dorffest investiert.

Nach dem letztjährigen Brunnenfest hat sich der Schützenverein entschieden, den Betrieb der Kaffeestube abzugeben. Das stellte das OK und allen voran den neuen OK-Präsidenten vor eine schwierige Aufgabe. Ein Wegfall der Kaffeestube wäre ein grosser Verlust für das Fest. Einen neuen Verein zu finden, der den Betrieb dieses beliebten Stüblis stemmen kann und will, war alles andere als einfach. Zum guten Glück sind die Organisatoren beim Schwingklub Thal-Gäu auf offene Ohren und vor allem viele tatkräftige Hände gestossen. Die Schwinger werden dieses Jahr das «Kaffistübli» an neuem Standort betreiben. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Attraktives Rahmenprogramm

Das Brunnenfest lebt seit Jahren von einem vielfältigen Angebot. Der Donnerstag ist der Tag der Familien. Nebst den beliebten Auftritten der Musikschule ist dieses Jahr auch die Ludothek wieder dabei. Und während sich die kleineren Kinder Tattoos «stechen» lassen, ist für die Teenager der Treffpunkt der Jugendarbeit Thal ein attraktiver Fixstern. Die Zusammenarbeit mit der Jugendarbeit Thal ist für die Organisatoren des Brunnenfestes ein zentraler Punkt im Rahmen des Präventions-Konzeptes «Thaler Gemeinden handeln». Die Zusammenarbeit besteht seit vielen Jahren und hat sich sehr bewährt und etabliert.

Bereits zum dritten Mal findet am Freitag das Chriesistein-Spucken statt. Die besten können sich dabei für die Schweizer Meisterschaft qualifizieren. Und natürlich gibt es auch dieses Jahr wieder schöne Preise zu gewinnen. Die Organisatoren arbeiten für diesen Wettkampf mit der Eidgenössischen Vereinigung der «Chriesistei»-Spucker zusammen. Die Verantwortlichen der Vereinigung werden vor Ort sein und sicherstellen, dass alles reglementskonform vonstattengeht. Das Gute daran: Es ist quasi Teil des Reglements, beim Spucken komische Grimassen zu machen. Spass ist also garantiert. Wer es ein bisschen ernster nehmen will, dem sei hier gesagt: Der Weltrekord bei den Männern liegt bei 29,17 Metern, bei den Frauen bei 19,21 Metern. Noch bleiben ein paar Tage, sich die besten Techniken anzueignen, vorausgesetzt man findet Kirschen ...

Am Samstag wird es dann noch mal richtig fulminant. Die Laupersdörfer Tambouren trommeln mit ihren Freunden vom Tambourenverein Sigriswil-Beatenberg. Diese pulsierende Show sollten sich Musik- und Präzisionsbegeisterte nicht entgehen lassen und so auch den Samstag noch einmal in vollen Zügen geniessen.

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