Da war zum Einen die Zahl Fünf: Der Gottesdienst, von Weihbischof Felix Gmür und den Konzelebranten Robert Dobmann, Wieslaw Reglinski und Josef Schenker mitgestaltet, war in die fünf Teile «Eröffnung», «Wortgottesdienst», «Firmfeier», Eucharistiefeier» und «Aussendung» gegliedert. Gefeiert wurden fünf Mal zehn Jahre Josefskirche. Und mit Michael Bachmann, Nadja Gschwind, Laura Mariano, Bruno Rodrigues und Benjamin Schenker empfingen fünf Firmlinge die heilige Kommunion.

An sie richtete sich denn auch die zentrale Predigt des Weihbischofs: «Was habt Ihr Firmlinge von diesem Monster-Aufwand?», fragte Gmür. Er gab ihnen mit auf den Weg: «Seid bereit, allen Red und Antwort zu stehen, wenn sie Euch fragen, was die Hoffnung ist, die Euch erfüllt». Um dies zu können, müsse man drei Bedingungen erfüllen: Erstens reden über das, was man glaubt, und zwar so, dass man es auch versteht. Zweitens sein Leben so gestalten, damit alle sehen können, dass man Christin oder Christ ist. Und drittens: Wer Red und Antwort steht, soll zuvor denken.

Denn das Christentum sei «eine Religion, die auch unser Denken herausfordert». Wenn die Hoffnung nicht das Bangen um einen Moment in der Zukunft sei, dann sei sie die Gewissheit, in Gottes Obhut zu sein. «Glaube und Hoffnung bedeutet, nie allein zu sein», hielt der Weihbischof fest. Und das gelte es, mit dem Akt der Firmung zu feiern. «Wir können nie tiefer fallen, als in Gottes Hand», erklärte er. Gottes Beistand sei vielfältig, manchmal anstrengend, dann wieder lustig. «Aber er ist immer da», so Gmür. Und mit der Firmung erhielten die Firmlinge die Kraft des Glaubens, damit sie als getaufte Menschen Verantwortung in der Gemeinde übernehmen können.

Der andere rote Faden war die Ökumene. Schon Pfarradministrator Wieslaw Reglinski wies bei seiner Begrüssung darauf hin, dass seinerzeit im OK zum Bau der St. Josefskirche Mitglieder aller drei Landeskirchen mit dabei gewesen seien. Und da war auch die ökumenische Chorgemeinschaft Däniken unter der Leitung von Urs Roth, die mit Liedern wie «Gloria», «You raise me up», «Sanctus/Hosanna», «Agnus Dei» oder «Gottes grenzenlose Liebe» den Jubiläumsdienst musikalisch mitgestalteten. Und da war ferner der Auftritt von Daniel Müller, dem Pfarrer der reformierten Ortskirche, der sein Grusswort überbrachte und festhielt: «Dieser Anlass steht für die Ökumene. Wir freuen uns und feiern gerne mit, denn wir haben viel mehr Gemeinsames als Trennendes.

Die Liebe Gottes prägt uns und trägt uns mit; sie ist unser gemeinsames Fundament. Es ist wichtig, dass die Kirchen zusammenstehen und gemeinsam an Gottes Reich bauen dürfen zum Wohle jedes einzelnen Menschen». Und dass die Kirchen in Däniken zusammenstehen, zeigt auch der Umstand, dass die Reformierten ihren Gottesdienst abgesagt und stattdessen ihre Mitglieder ermuntert hatten, ebenfalls am Jubiläumsgottesdienst der römisch-katholischen Mitchristen teilzunehmen, was viele denn auch taten.

Dann war es an Franz-Xaver Schenker, Präsident der römisch-katholischen Ortskirche Däniken-Gretzenbach, Rückschau auf die vergangenen 50 Jahre zu halten. Er strich dabei diverse Höhepunkte hervor, so die Primiz von Pater Lukas Schenker, dem nachmaligen Abt des Klosters Mariastein, kurz nach der Einweihung. Oder den ersten Konzelebrationsgottesdienst der Schweiz mit elf Bischöfen, der seinerzeit sogar vom Fernsehen übertragen wurde. Oder schliesslich die Orgelweihe im Jahr 1979. Dabei würdigte er insbesondere die Verdienste des seligen ersten Pfarrers Edwin Lengen.

Zum Schluss überreichte Schenker dem Weihbischof einen Früchtekorb mit Niederämter Produkten zur Stärkung, bevor er zum Apéro riche vor der Kirche überleiten durfte, wo die Gäste den feierlichen Anlass gemütlich ausklingen liessen; anfangs zu den Klängen der beiden Glocken der ehemalige St. Josefskapelle, die von Margrit Schenker und Tochter Cornelia geläutet wurden und den feierlichen Anlass mit bereicherten.