Gleich vier von sieben Kirchgemeinderäte der römisch-katholischen Kirchgemeinde Egerkingen geben ihr Amt ab. Unter ihnen auch der Präsident der Kirchgemeinde, Dominik Studer. «Ich habe einige Nebenämter und vier Kinder, zeitlich wird dies sehr schwierig zu koordinieren», sagt er auf Anfrage. Ob sein Rückzug denn nichts mit den Querelen rund um die Rückweisung des Budgets für das Jahr 2016 zu tun hat habe?

«Es ist sicherlich so, dass dieser Sachverhalt beim Entscheid, wo ich kürzertreten werde, mit hineingespielt hat», so Studer. Der Hauptgrund liege jedoch beim Zeitaufwand, welcher das Amt mit sich bringt. Neben Studer treten auch alle FDP-Mitglieder des Rats nicht mehr an. «Ich weiss nicht, ob dies auch deren Entscheid beeinflusst hat», sagt Studer.

Rückblick: Ende 2015 trat die Versammlung gar nicht auf das Budget 2016 ein, nachdem sich einige Wortführer dagegen ausgesprochen und ein entsprechender Antrag gestellt worden war. Unzufriedenheit rund um den Pastoralraum Gäu standen damals offenbar im Vordergrund der Budgetrückweisung.

Egerkingens FDP-Ortsparteipräsident Benny Löffel sagte auf Anfrage, dass die FDP auf der Suche nach neuen Kräften für den Kirchgemeinderat ist, momentan aber noch kein konkretes Ergebnis vorliege. An der Personalfront sieht es für die CVP besser aus, hat sie doch eine Ersatzgemeinderätin, welche nachrücken könnte. Wer neuer Präsident oder neue Präsidentin des Kirchgemeinderats werden wird, ist jedoch ungewiss.