Thal/Gäu

32 Musikvereine kämpften um Höchstnoten an den Regionalmusiktagen

An den Regionalmusiktagen in Neuendorf konnten sich Musikvereine, als Vorbereitung für das eidgenössische Musikfest in Juni, von Experten beurteilen lassen. Insgesamt sieht es gar nicht schlecht aus.

Zu ihrem 175-Jahr-Jubiläum führte die Musikgesellschaft Neuendorf, verteilt auf zwei Tage, die Regionalmusiktage des Musikverbandes Thal-Gäu-Olten-Gösgen durch. Dabei durften jene Vereine, die im Juni das Eidgenössische Musikfest in Montreux besuchen, ihre beiden Wettstücke beurteilen lassen.


Als erster dieser EMF-Vereine präsentierte sich der MV Herbetswil unter Dirk Amrein den Experten. Er hat sich in der vierten Klasse Mixed angemeldet. Sein Aufgabestück «Geisterstunde» von Urs Heri wurde allen Besetzungen der vierten Klasse vorgesetzt. Als Selbstwahlstück fand er «Pacific Dreams» von Jacob de Haan passend. Einen direkten Vergleich erhielt man am Samstag zwischen der MG Oensingen und dem MV Konkordia Wolfwil, die beide in der zweiten Klasse Harmonie konkurrieren. Sie spielten unmittelbar hintereinander. Ihr Aufgabestück «The Glenmasan Manuscript» hat Marc Jeanbourquin geschrieben. Obschon es die für den Wettbewerb gewünschten Schwierigkeiten enthält, wird es vom Publikum durchweg als recht gefällig beurteilt.


Wolfwiler schon gut vorbereitet

In den Vergleich brachte sich am Abend dann noch die MG Konkordia Mümliswil (Leitung Marco Nussbaumer) ein. Den Abschluss aller Wettspielvorträge machte am Sonntag die MG Konkordia Balsthal (Leitung Hans Burkhalter) als vierter Verein dieser Klasse mit Aufgabestück. Die Oensinger (Leitung Philippe Ugolini) wählten dazu «To a New Dawn» von Philip Sparke. Die Wolfwiler (Leitung David Mc Veigh) entschieden sich für die tolle Komposition «The Witch and the Saint» von Steven Reineke. Sie wussten mit dieser gefälligen Kombination zu gefallen. Auch erwiesen sie sich als schon gut vorbereitet.

Das Selbstwahlstück der Konkordia Mümliswil ist (noch) eine blasmusikalische Rarität und nennt sich «Abraham». Geschrieben hat es Fernando Ferrer Martinez unter seinem Pseudonym Ferrer Ferran. Es beeindruckt, setzt aber gleichzeitig etwas sehr auf Effekte. Eher als melodiös dürfte man die Charakteristik von «Invictus» von Philip Sparke beschreiben, mit dem die Balsthaler sich beurteilen liessen. Drei «Eidgenossen» der dritten Klasse in Harmoniebesetzung bildeten den Schwerpunkt des samstäglichen Nachmittagsblocks. Gemeint sind die MG Eintracht Holderbank (Leitung Wolfgang Nussbaumer), die HMG Fulenbach (Leitung Andreas Kamber) und die MG Wangen b. O. (Leitung Lukas Vogelsang). Ihr recht gefälliges Aufgabestück heisst «Colorado», geschrieben hat es Franco Cesarini.

Zu ihnen gesellte sich am Sonntag noch die MG Härkingen (Leitung Andreas Moser). Dazu kombinierte die MG Eintracht Holderbank «Schmelzende Riesen» von Armin Kofler. Die HMG Fulenbach entschied sich für «Towards a New Horizon» von Steven Reineke. Die MG Wangen b. O. wählte «Pacis Valley» vom Belgier Ben Haemhouts. Auf deutsche Kompositionskunst setzte die MG Härkingen mit «Adventurel» von Markus Götz.

Den Vormittags-Block schloss am Samstag die MG Winznau (Leitung Fabian Bloch) ab. Als Drittklass-Brass-Band wählte sie «Diogenes» von Jacob de Haan. Ihr Aufgabestück schrieb Oliver Waespi und heisst «Friendly Takeover». Auch die BB Kappel (Leitung Oliver Waldmann) startet in der dritten Klasse. Sie hat demzufolge das gleiche Aufgabestück. Neben ihrem «Friendly Takeover» eröffnete sie am Sonntag mit «Schattdorf Impressions» von Darol Barry die Wettvorträge in der Kirche. Das ist eine witzige Komposition, in der immer wieder von ferne Posthornklänge anklingen. Als Brass Band der zweiten Klasse brachte die MG Aedermannsdorf (Leitung Bernhard Wüthrich) ihr Aufgabestück «Caverns» von Fabian Künzli nach Neuendorf. Sie gefiel auch mit der Interpretation von James Curnows «Trittico».


Eine stehende Ovation erhielt die MG Konkordia Egerkingen (Leitung Carlo Balmelli) für ihre beiden Vorträge, das Aufgabestück «La Corrida de Toros» von Mario Bürki und «Symphonic Requiem» von James Barnes als Selbstwahlstück. Zum Musiktag gehört auch die Marschmusik, die heute Parademusik heisst. Am Samstag erwies sie sich noch als Publikumsmagnet, am Sonntag fiel sie jedoch dem Wetter zum Opfer. An beiden Tagen wurde das offizielle Programm mit den Veteranenehrungen abgeschlossen. Am Samstag wurde sie durch den Kantonalpräsident Ueli Nussbaumer und am Sonntag durch den Veteranenobmann des Solothurner Blasmusikverbandes, Toni Galliker, vorgenommen.

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