«Schon zum fünften Mal beleuchten wir die Lourdes-Grotte und den Weg dorthin», erklärt Miriam Schaad-Dallapiazza. Sie ist Mitglied der 13-köpfigen Laupersdörfer Grotten-Vereinigung, welche sich um die Lourdes Grotte kümmert. Sie wohnt mit ihrer Familie auch gleich beim «Einstieg» in den Grottenweg. Man habe zunächst damit begonnen, die Grotte während den Adventszeit an den Sonntagen zu beleuchten. «Das hat der Bevölkerung so sehr gefallen, dass wir die Lichter den Weg entlang mit Lichtern immer weiter ausgebaut und Weihnachts-Dekorationen angebracht haben. Jedes Jahr komme wohl etwas neues dazu», sagt Miriam Schaad.

Doch sie achtet sehr darauf, dass die Dekoration nicht in den Kitsch abdriftet, denn und die Grotte und der Zugang dazu sollen immer noch ein Ort der Spiritualität sein. Rund 300 Laternen werden jedes Jahr von den Vereinsmitgliedern aufgestellt. «Zum Anzünden brauchen vier Personen eine gute Stunde»,sagt sie weiter.

Andacht und Gemeinschaft

Doch die «Arbeit» lohnt sich. Die Resonanz auf die beleuchtete Grotte ist riesig. Manche Leute kommen, um nach dem steilen Aufstieg zur Grotte ein paar Minuten Andacht zu halten. Andere machen sich auf den Weg, um beim etwas unter der Grotte liegenden Rastplatz ein Glas Glühwein zu trinken und Gemeinschaft zu erleben. «Und manche kommen auch hierher, um beim sogenannten «Chrischtchindli-Hüttli» ihren Weihnachtswunsch zu deponieren. Und es sind nicht nur Kinder, die solche Wünsche haben.» In der Regel seien Einheimische anzutreffen, doch es kämen auch Besucher aus anderen Regionen.

Die Lourdes-Grotte von Laupersdorf liegt nördlich oberhalb des Dorfes, am Ende des Erzweges. Ein Parkplatz ist vorhanden. Die Grotte wurde im Jahr 1954 als Andachtsstätte von Männern aus dem Dorf gebaut. «Der Standort der Grotte wurde auf der linken Seite des Baches festgelegt, wo das Wasser in einem romantischen Wasserfall hinunterstürzt», ist den Gründungsunterlagen zu entnehmen. In den vorhandenen Fels wurde eine Höhle geschlagen und über den Bach eine gewölbte, steinerne Brücke gebaut. Zu sehen sind in der Grotte Statuen der Maria und der Heiligen Bernadette, die von Steinbildhauer Alois Payer aus Einsiedeln geschaffen wurden. Später kam noch ein Kreuzweg mit 14 Bildstöcken des gleichen Künstlers dazu.

Jetzt ist vor der Grotte ein Rundplatz mit Sitzbänken angelegt. Jeweils am 15. August, Maria Himmelfahrt, findet hier ein Gottesdienst statt.

An den Abenden des 24. und 25. Dezember ist die Grotte ab 15 Uhr beleuchtet.