Laupersdorf

30 Jahre Bibliothek: Sie ist aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken

Das Team (von links): Petra Jeker, Gaby Schaad, Regula Bader (Leiterin) und Rita von Burg.

Das Team (von links): Petra Jeker, Gaby Schaad, Regula Bader (Leiterin) und Rita von Burg.

In der Bibliothek Laupersdorf waren namhafte Autoren zu Gast. Sie hat über die Gemeinde hinaus Bedeutung.

Dank der Schenkung von 70'000 Franken einer Stiftung der Bank Julius Bär konnte die Bibliothek im Dachgeschoss des neuen Gemeindehauses (1986 erbaut) am 18. März 1989 eröffnet werden. Die Gemeinde garantierte als Trägerschaft den Betrieb in finanzieller Hinsicht. Als erste Bibliothekarinnen wirkten Regula Bader, Margret Müller und Heidi Walter.

Regula Bader ist als einzige seit den Anfängen vor 30 Jahren dabei und zwar als Leiterin der Bibliothek. «Im ersten Jahr nach der Eröffnung liehen wir 6900 Bücher aus, im Jahr 2018 waren es insgesamt 17'589 Medien», berichtet Bader.

Im Jahr 2003 stellte die Bibliothek auf EDV um und seit 2007 werden auch Hörbücher zur Ausleihe angeboten. Neu stehen fünf Familienkisten mit Büchern, Hörbüchern, Filmen und Spielen zur Ausleihe. «Pro Ausleihtag werden heute bis zu 320 Medien an Schülerinnen, Schüler, Einzelpersonen und Familien aus dem ganzen Dünnernthal ausgeliehen. Das Buch ist für die Thaler Bevölkerung also immer noch ein attraktives Medium», bilanziert Regula Bader.

Leseförderungsprojekt «Antolin» für Schüler

Regelmässig organisiert die Bibliothek Anlässe für Erwachsene und Kinder. Schon viele namhafte Schweizer Autorinnen und Autoren wie Ernst Burren, Lukas Hartmann, Ulrich Knellwolf, Alex Capus, Pedro Lenz, Milena Moser, Therese Bichsel, Bianca Imboden oder Christof Gasser lasen in der Bibliothek Laupersdorf aus ihren Büchern.

Dieses Jahr gastierten Ende November zum 30-Jahr-Jubiläum Domenica Ammann, Christoph Honegger und Franco Mettler mit «Der gestiefelte Kater» in Laupersdorf. Es war ein Katzen-Musik-Abenteuer für die ganze Familie. Dabei war auch der Kabarettist Jan Rutishauser mit seinem Programm «Gepflegte Langeweile», einem wilden Ritt durch den Kopf des Kabarettisten in Form von Geschichten, Gedichten und Liedern.

Im Winterhalbjahr bieten die Bibliothekarinnen Märchenstunden für Kinder ab vier Jahren an. Jeweils am zweiten Freitag im November findet die Schweizer Erzählnacht mit einem besonderen Angebot für Kinder statt. Buchstartanlässe wollen Eltern mit ihren Kleinkindern den Besuch in der Bibliothek schmackhaft machen.

Zur Leseförderung finden wöchentliche Lesestunden aller Klassen statt. Die Primarschule Laupersdorf beteiligt sich am Leseförderungsprojekt «Antolin». Dabei lesen die Schülerinnen und Schüler ein Buch aus der Bibliothek und sie können danach online Fragen zu diesem Buch beantworten und über das ganze Schuljahr Punkte sammeln.

Auch begegnen die Schülerinnen und Schüler anlässlich von Lesungen und Workshops in der Bibliothek regelmässig Autorinnen und Autoren, zuletzt dem Schweizer Kinderbuchautor Daniele Meocci, der sein neues Buch «Maunzer» vorstellte. All diese Projekte seien nur möglich, weil der Gemeinderat Laupersdorf alljährlich das Budget bewilligte, zeigt sich Bader dankbar.

Dies ermöglicht der Bibliothek den Betrieb und Unterhalt sowie die Anschaffung von neuen Medien. «Stets hatte der Gemeinderat ein offenes Ohr für die Belange der Bibliothek», sagt Bader. Die langjährige Leiterin der Bibliothek erhielt bei der Ehrung des Gemeindepersonals die Blumen zurück.

Die Bibliothek sei eine wahre Perle im Dorf und sie bediene auch auswärts wohnende Benutzerinnen und Benutzer, sagte Gemeindepräsident Edgar Kupper. «Regula Bader führt ein Superteam von Bibliothekarinnen und schon namhafte Schweizer Autorinnen und Autoren haben in Laupersdorf ihre neuesten Bücher vorgestellt», sagte Kupper.

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