Egerkingen

30 Jahre alte Gastro-Küche im Mühlefeldschulhaus hat ihren Zenit erreicht

Die Gastro-Küche im Mühlemattschulhaus entspricht nicht mehr dem geforderten Standard.

Die Gastro-Küche im Mühlemattschulhaus entspricht nicht mehr dem geforderten Standard.

Die Sanierung der vom Militär rege benutze Gastro-Küche im Mühlemattschulhaus kostet die Gemeinde Egerkingen knapp eine halbe Mio. Franken. Um die Kosten genauer zu definieren, soll eine Submission im Einladungsverfahren durchgeführt werden.

Die Gastro-Küche neben der Turnhalle Mühlematt, welche vom Militär wie auch von Vereinen intensiv genutzt wird, ist knapp 30 Jahre alt und hat dementsprechend ihre Lebensdauer erreicht. Die Kommission für öffentliche Bauten (ÖBK) erhielt vom Gemeinderat deshalb den Auftrag, die Sanierung zu planen, Ende April präsentierte sie nun erste Ergebnisse.

Für die meisten Geräte sind keine Ersatzteile mehr erhältlich, die Küche kann daher nicht mehr revidiert werden. Auch vonseiten des Militärs wurde darauf hingewiesen, dass die Qualität der Küche nicht mehr den heutigen Ansprüchen genügt. Grosser Pluspunkt ist jedoch der vorhandene Steamer, welcher vor einigen Jahren angeschafft wurde und ins neue Konzept übernommen wird.

Die Lüftung genügt den heutigen Anforderungen ebenfalls nicht mehr, diese hat deutlich zu wenig Leistung. Ausserdem handelt es sich um eine reine Abluftanlage, ohne eine heute aufgrund der Anzahl jährlicher Betriebsstunden vorgeschriebene Wärmerückgewinnung.

Komplette Demontage nötig

In einem ersten Schritt wurden an einer Begehung mit Vertretern der Armee die Anforderungen an eine vom Militär genutzte Küche abgeklärt. In dieser Phase ging die ÖBK davon aus, nur die Geräteinsel inklusive der Ablufthaube der Küche zu ersetzen und die restlichen Möbel und Einbauten zu belassen. Da jedoch auch der bestehende Plattenboden durch einen fugenlosen Bodenbelag zu ersetzen ist, müssen trotzdem alle Einbauten entfernt und wieder montiert werden. Auch sind die verschiedenen Arbeitsflächen für heutige Bedürfnisse zu tief und sollten erhöht werden.

Bei einer Besichtigung der vor kurzem neu erstellten Küche in der Mehrzweckanlage Wolfwil, welche auch von der Armee stark genutzt wird, konnten Informationen über die Planung, den Ablauf und die Organisation der Bauarbeiten, die Kücheneinrichtung mit den eingebauten Geräten sowie die Lüftungsanlage eingeholt werden.

Nach Wolfwiler Vorbild

Aufgrund der sehr guten Referenzen der Gemeinde Wolfwil hat die ÖBK ebenfalls die in Wolfwil wohnhafte Grossküchenplanerin Edith Spiegel mit der weiteren Planung der Küche beauftragt. Nach einer Aufnahme der Gesamtsituation der Küchenanlage hat die Planerin verschiedene Vorschläge für die Sanierung resp. den Ersatz der Küche gemacht.

Aufgrund des Zustands der gesamten Küchenanlage sowie der vorhandenen Überschneidungen und der hygienischen Mängel wurde relativ schnell klar, dass neben einer Teilsanierung der Küche auch ein kompletter Ersatz geprüft werden muss. Bei einem Ersatz der Küche besteht auch die Möglichkeit, diese nach den heute zeitgemässen Abläufen und Anforderungen sowie den aktuellen Richtlinien der Lebensmittelhygiene neu einzurichten.

Kostenrahmen höher als erwartet

Um die Kostengenauigkeit zu erhöhen, sind in einem nächsten Schritt die Submissionen der Arbeiten im Einladungsverfahren durchzuführen. Erst dann kann der genaue Investitionsbedarf definiert und ein Kreditantrag zuhanden einer Gemeindeversammlung gestellt werden. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die nötige Investitionssumme die im Finanzplan vorgesehenen 400 000 Franken übersteigen und gegen 500 000 Franken betragen werden.

Aus Sicht des Gemeinderates besteht wegen der vorhandenen Hygienemängel sowie des Alters der Küche klar Handlungsbedarf, die Priorität soll dabei eindeutig im Bereich Militär liegen, wo die grosse Nutzung stattfindet. Ebenfalls ist es richtig, die neue Lüftung dem heutigen Stand der Technik entsprechend mit einer Wärmerückgewinnung zu realisieren. Da der ÖBK noch einige Monate Planungszeit zur Verfügung stehen, wünscht der Gemeinderat, dass die Präsidenten der Vereine, welche die Küche regelmässig nutzen, sowie die Planerin zu einer Besprechung eingeladen werden. An dieser soll die bisherige Planung vorgestellt und gleichzeitig angefragt werden, ob aus Sicht der Vereine noch Punkte bestehen, welche es zu berücksichtigen gilt, wobei Wunschbedarf keinen Platz haben wird.

450 000-Franken-Kostendach

Der Gemeinderat beauftragte die ÖBK zudem damit, das Projekt in Zusammenarbeit mit der Planerin weiter zu verfeinern und genehmigte für den Planungsaufwand der nächsten drei bis vier Monate einen Kredit über 8000 Franken. Für die Küchensanierung wurde ferner ein Kostendach von maximal 450 000 Franken definiert, mit Auftrag an die ÖBK, dem Gemeinderat bis Ende August einen bereinigten Projektvorschlag mit Kostenvoranschlag zu unterbreiten, welcher zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedet werden kann.

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