Egerkingen
2015 war für Imker ein gutes Honigjahr

Der Bienenzüchterverein Gäu blickt an der Generalversammlung auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück.

Irmfriede Meier
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Erfolgreiches Jahr für Imker (Archiv)

Erfolgreiches Jahr für Imker (Archiv)

KEYSTONE/MARTIN RUETSCHI

Präsident Roman Berger konnte zur 97. Generalversammlung des Bienenzüchtervereins Gäu (BZVG) im Gasthof von Arx von den aktuell 49 Mitgliedern deren 38 willkommen heissen. In seinem Jahresbericht 2015 schilderte er ausführlich die Verhältnisse im Bienenjahr 2015, welche für die meisten Imkerinnen und Imker im Verein ein überdurchschnittliches Honigjahr gewesen sei. Das Vereinsgebiet umfasst die Gemeinden Egerkingen, Härkingen, Neuendorf, Niederbuchsiten, Oberbuchsiten, Kestenholz, Oensingen, Fulenbach, Wolfwil und Oberbipp BE. Weiter orientierte Berger, dass die von Vizepräsident Franz Berger initiierte Erfahrungs-Gruppe am 5. Mai 2015 erfolgreich ins Leben gerufen worden sei. Dies mit dem Ziel, dass auf dem Lehrbienenstand Schlattbrunnen wieder Bienen fliegen und Jungimker betreut werden.

In seinem ersten Jahresbericht als Betreuer des Lehrbienenstandes Schlattbrunnen bestätigte Franz Berger, dass nach der 2014 erfolgten Reaktivierung des Lehrbienenstandes wieder Bienen im Vereinsbienenhaus in Oberbuchsiten fliegen. Weiter orientierte er, dass er nach einer eher schlechten Überwinterung 2014/2015 die fünf Bienenvölker wieder auf Vordermann gebracht habe. Es hätten sogar Ableger gemacht werden können. Dank eines sehr guten Honigjahres sei es auch möglich gewesen, Honig zu schleudern. Der jeweils am ersten Dienstag des Monats ab 18.30 Uhr durchgeführte Erfahrungsaustausch im Bienenhaus Schlattbrunnen sei rege genutzt worden. Das Interesse der jeweils 18 Imkerinnen und Imkern sei gross gewesen.

Verluste vereinsintern ausgeglichen

Dem Jahresbericht der Bieneninspektorin Marianne Zeltner war zu entnehmen, dass sie wie in den beiden vorangegangenen Jahren keinen Fall von Sauer- oder Faulbrut zu verzeichnen hatte. Das Auswintern habe allerdings für einige Imker eine böse Überraschung gebracht. Der milde Winter 2013/2014 und der nasse Sommer mit teilweise nicht optimal wirksamer Varroa-Milben-Behandlung hätten für schlechte Voraussetzungen für das Auswintern im Frühling 2015 gesorgt. Einige Imker hätten deshalb einen Totalverlust verkraften müssen. Dank einer Rund-Mail hätten diese Verluste mit Schwärmen und Ablegern aus den eigenen Kreisen jedoch gut abgedeckt werden können. Damit habe jedes Mitglied mit Bienenvölkern in die Tracht starten können. Auch der Kleine Beutekäfer sei im Vereinsgebiet ein Thema gewesen. Der aus Italien eingeführte und in ihrem Inspektoren-Gebiet einlogierte Bienenschwarm sei während der ganzen Überwachungszeit von acht Wochen sauber geblieben. Es habe keine Anzeichen einer Brutkrankheit oder der Anwesenheit des Kleinen Beutekäfers gegeben.

Peter Baumgartner, Betriebsprüfer vom Verein deutschschweizerischer und rätoromanischer Bienenfreunde (VDRB), wartete mit erfreulichen Mitteilungen auf. Das Honigjahr 2015 mit einem schweizerischen Durchschnitt von 27,2 Kilogramm Honig sei das zweitbeste der letzten acht Jahre gewesen; nur 2011 hätte der Durchschnitt höher bei 29,l Kilogramm gelegen. Im Kanton Solothurn hätte der Jahresdurchschnitt leicht unter dem schweizerischen Durchschnitt bei etwa 24,3 Kilogramm gelegen. Davon seien zirka 7,3 Kilogramm Frühlingshonig und 17 Kilogramm Sommerhonig mit einem Anteil von 62 Prozent Honigtauhonig gewesen.

Für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Die Jahresberichte des Präsidenten der Bieneninspektorin, des Betreuers des Lehrbienenstandes Schlattbrunnen, des VDRB-Betriebsprüfers sowie der Kassabericht 2015 der Kassierin Helen Elmiger wurden von der Versammlung genehmigt. Der Vorstand wurde wie folgt für zwei Jahre wiedergewählt: Roman Berger (Präsident); Franz Berger (Vizepräsident); Helene Elmiger (Kassierin); Daniel Peier (Aktuar); Marianne Zeltner (Bieneninspektorin); Nicole von Arb (Vize-Bieneninspektorin); Peter Baumgartner (VDRB-Betriebsprüfer). Wiedergewählt wurden auch die Revisoren Hugo Rötheli und Daniel Berger; ebenso je zwei Vertreter aus den dem BZVG zugehörenden Gemeinden als Vorstandsmitglieder. Für 30 Jahre Mitgliedschaft gebührend geehrt wurde Präsident Roman Berger und Aktuar Daniel Peier. Nach zwei Austritten und drei Eintritten zählte der BZVG aktuell 49 Mitglieder.