Dorfchronik

200 Seiten Niederbuchsiten: Aspekte des Dorflebens werden in Chronik festgehalten

Der Gemeinderat Niederbuchsiten erachtet es als an der Zeit, eine eigentliche Dorfchronik zu schaffen.

Der Gemeinderat Niederbuchsiten erachtet es als an der Zeit, eine eigentliche Dorfchronik zu schaffen.

Die Niederbuchsiter Gemeindeversammlung entschied sich trotz Diskussionen für wichtige Investitionen wie der Schaffung einer Dorfchronik und der Sanierung der Bühne in der Mehrzweckhalle.

Gerade mal 32 Stimmberechtigte nahmen am Donnerstagabend an der Gemeindeversammlung von Niederbuchsiten teil. Gemeindepräsident Markus Zeltner erläuterte das Geschäft einer Dorfchronik.

Niederbuchsiten sei eine der wenigen Gemeinden in der Umgebung, die über keine eigene Dorfchronik verfüge. «Es existieren lediglich ein paar Vereins- oder Gewerbe-Jubiläumsbroschüren, in denen die Geschichte des Dorfes kurz zur Sprache kommt.»

Der Gemeinderat erachtet es als an der Zeit, eine eigentliche Dorfchronik, in der alle Aspekte des Dorflebens zur Sprache kommen, zu schaffen. Dafür hat der Gemeinderat ein Konzept und Offerte von Chilimedia Olten erstellen lassen.

Die Chronik kostet die Gemeinde voraussichtlich 100'000 Franken. Die Hälfte davon würde die Bürgergemeinde beisteuern und auch die Kirchgemeinde – so wurde gesagt – überlege sich, einen Beitrag zu leisten.

Der Gemeinderat beantragte, einen Bruttokredit von je 50'000 Franken in die Budgets 2018 und 2019 für die Dorfchronik aufzunehmen, denn die Schaffung des rund 200-seitigen Buches dauere rund eineinhalb Jahre, wurde gesagt.

Bürgergemeinde alimentiert

In der Diskussion sagten einige Votanten, dass sie den Betrag als überrissen ansahen. David Sassan Müller beantragte im Namen der SVP Niederbuchsiten, den Betrag auf 30'000 Franken zu reduzieren. Die knapp über 70'000 Franken Redaktions- und Recherchekosten erachtet er als zu hoch. «Das können wir in Niederbuchsiten mit interessierten Personen selbst zusammenstellen», meinte er.

Zeltner rief der Versammlung in Erinnerung, dass ein solches Werk von Profis erstellt werden müsse, zudem sei der Betrag von 100'000 Franken ein Bruttokredit. Ein Vertreter der Bürgergemeinde versicherte der Versammlung, dass die Bürgergemeinde die Chronik zur Hälfte alimentieren werde. Schliesslich konnte sich der Antrag des Gemeinderates grossmehrheitlich durchsetzen.

Infogram: Budget Niederbuchsiten

Bühne muss saniert werden

Ein weiteres Investitionsbegehren, welches im kommenden Jahr in Angriff genommen werden muss, ist die Sanierung der Bühne in der Mehrzweckhalle. Gemeinderat Mario Baumgartner machte dazu detaillierte Angaben. Bei einer Sicherheitsinspektion sei erkannt worden, dass diverse sicherheitsrelevante Mängel so schnell als möglich behoben werden müssten, ansonsten dürfe die Bühne nicht mehr bespielt werden.

Er nannte insbesondere die Bühnenwagenauszüge, Handwindenzüge, Schalldecken, Bühnenvorhänge, Schutzgeländer oder die Bühnenbeleuchtung. «Die sicherheitsrelevanten Arbeiten kosten 142'000 Franken und wenn wir dann schon dabei sind, können wir für weitere 38'000 Franken weitere nötige Sanierungen durchführen». Insgesamt beantragt der Gemeinderat einen Investitionskredit von 180'000 Franken.

Auch hier entspann sich eine längere Diskussion, insbesondere deshalb, weil die Schulraumplanung insgesamt Thema in Niederbuchsiten ist. Ob es dann nötig sei, soviel Geld jetzt gleich für die Bühne auszugeben, wurde gefragt. Doch, das sei dringend, da die Gemeinde für Unfälle, die aufgrund solcher Mängel entstünden, haften würde, erklärte Baumgartner. Die Gemeindeversammlung folgte dem Antrag des Rates grossmehrheitlich.

Für eine umfassende Planung

Wie erwähnt, muss Niederbuchsiten die Schulliegenschaften in nächster Zukunft erweitern und sanieren. Dazu beantragt der Gemeinderat, einen Planungskredit von 150'000 Franken ins Budget aufzunehmen. Nach etlichen Boten wurde auch dieser Posten im Sinne des Rates verabschiedet.

Zugestimmt wurde auch der Sanierung der Kaffeeweltstrasse für 120'000 Franken, sowie einem Kredit von 150'000 Franken für die anstehende Ortsplanrevision. Für das Budget 2018 wird bei gleichbleibendem Steuerfuss von 112 Prozent und nach Einlage von 400'000 Franken in eine finanzpolitische Reserve ein Ertragsgewinn von 31'000 Franken erwartet.

Das Ziel sei, so der Gemeindepräsident, den Steuerfuss längerfristig tief zu halten. Die Gemeindeversammlung stimmte dem Antrag des Rates grossmehrheitlich zu.

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