Mümliswil

1915 war ein Schicksalsjahr fürs Guldental

Die abgebrannten Gebäude der Kammfabrik am 1. Oktober 1915, am Tag nach der Explosion.

Die abgebrannten Gebäude der Kammfabrik am 1. Oktober 1915, am Tag nach der Explosion.

Am Sonntag wird der neue Guldentaler Kalender präsentiert. Sein Titel: «Das Schicksalsjahr 1915».

Der Kalender zeigt auf, mit welchen Schwierigkeiten die Menschen im Guldental vor hundert Jahren zu kämpfen hatten und wie die damaligen Herausforderungen bewältigt wurden. Die verheerende Explosionskatastrophe der Kammfabrik am 30. September 1915 mit 32 Opfern fiel mitten in die Krisenzeit des Ersten Weltkriegs. Das Jahr war geprägt von drückender Arbeitslosigkeit und Versorgungsengpässen, welche den Behörden zu schaffen machten.

Mit unerschütterlichem Glauben und zähem Willen wurde gemeinsam nach Wegen für eine bessere Zukunft gesucht. Das Einrichten einer Militärschneiderei in der Turnhalle, Bachverbauungen in der Limmernschlucht und der rasch vorangetriebene Wiederaufbau der Kammfabrik schufen Beschäftigung und beugten weiteren Katastrophen vor. Das Jahr 1915 brachte insbesondere für Ramiswil positive Veränderungen. Von der Mühle aus begann dort der Siegeszug der Elektrizität, und mit der Eröffnung der Strasse über den Scheltenpass wurde der Ortsteil verkehrstechnisch erst richtig erschlossen.

Der Guldentaler Kalender erscheint seit 1997 und steht unter dem Patronat der Bürgergemeinde Mümliswil-Ramiswil. Der Reinerlös wird zugunsten des Museums Haarundkamm verwendet.

Am nächsten Sonntag, 16. November, 14.15 Uhr, stellt Kalendermacher Josef C. Haefely im Museum Haarundkamm das Werden der neusten Ausgabe in Wort und Bild, sowie musikalisch umrahmt, vor. Anschliessend wird ein Apéro serviert. Der Anlass dauert etwa eine Stunde, der Eintritt ist frei. (mgt)

Den Kalender gibts ab Montag, 17. November, bei: Gemeindeverwaltung Mümliswil-Ramiswil, Raiffeisenbank Mümliswil, Blumen-Deco Buntspecht, Museum Haarundkamm, Papeterie Liselotte, Balsthal. Postzustellung möglich, Telefon 079 858 70 79, Irene Saner-Altermatt.

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