Die Musikschule Wolfwil-Fulenbach jubiliert: Zum 25-jährigen Bestehen luden die Lehrpersonen und ihre Schülerinnen und Schüler am Mittwoch zum Jubiläumskonzert. Und die Interessierten kamen in Scharen. Dies wohl nicht nur wegen der im Anschluss der Konzertvorträge angebotenen Verpflegung, sondern vielleicht eher wegen des abwechslungsreichen Programms und den vielen verschiedenen Instrumenten, denen die jungen Musikerinnen und Musiker Töne entlockten.

Einblick in die Geschichte gegeben

Der Wolfwiler Gemeinderat Georg Lindemann führte gewohnt souverän durchs zweistündige Programm. Als Redner traten zudem Adrian Bloch, Fulenbach, und der Präsident der Musikschulkommission, Urs Ackermann, in Erscheinung. Urs Ackermann gab einen kurzen Einblick in die Geschichte der Musikschule, die 1988 aus einem Zusammenschluss der bisher eigenständigen Musikschulen der beiden Trägergemeinden Wolfwil und Fulenbach entstanden waren.

Wurden in den frühen Jahren neben der Musikgrundschule gerade vier Instrumente angeboten, stehen heute 23 Instrumente von A wie Akkordeon bis X wie Xylophon im Angebot. Zurzeit besuchen 173 Schüler den Musikunterricht und werden von 15 Lehrpersonen unterrichtet. Neben einem kleinen Rückblick lohnt sich auch der Ausblick: Aktuell wird das bestehende Reglement überarbeitet und eine neue Dienst- und Gehaltsordnung erstellt.

Ansprachen musikalisch umrahmt

Die verschiedenen Ansprachen wurden von den musikalischen Vorträgen umrahmt, und so hatten die zahlreich erschienenen Eltern, Grosseltern, Geschwister und Musikfreunde Gelegenheit, sich von den Fortschritten der Kinder und Jugendlichen zu überzeugen. Eröffnet wurde das Konzert mit Nenas Superhit «99 Luftballons», was das Publikum gleich zum Mitsingen und mitklatschen animierte. Von da an ging es Schlag auf Hit. Die Schüler traten mit den verschiedensten Instrumenten auf. Man hörte Posaunen, Violinen, Trompeten, Schwyzerögeli und Xylophon, lauschte dem Blockflötenorchester, den Flöten und den Ukulelen, um nur einige zu nennen.

Dabei kamen bekannte und weniger bekannte Werke zur Aufführung wie zum Beispiel «Uf dr Achtibahn» von Markus Flückiger, für Schwyzerörgeli arrangiert, oder eine «Gavotte» im Xylophon-Duett. Der Titel des Schlagzeugstücks «Trommelfell» war selbstredend und der Tango Amore der zahlreichen Querflöten, Klarinetten, Gitarren und des Klaviers besonders stimmungsvoll.

Beginnerband und Jugendmusik

Ein weiteres Angebot der Musikschule Wolfwil-Fulenbach ist die Beginnerband sowie die Jugendmusik Aaregäu, die auch noch von den Musikgesellschaften der Trägergemeinden mitgetragen werden. «Animal Kingdom» und «Skyfall» kamen zum Zug, bevor die Jugendmusik zusammen mit dem Schülerchor «Heimweh» und mit «The Lion sleeps tonight» das Jubiläumskonzert zu einem Ende brachten. Natürlich darf an einem solchen Konzert die Zugabe nicht fehlen, und so entliess das dankbare Publikum die jungen Musikerinnen und Musiker erst nach «The Lord of the Dance».

Zu einem Jubiläum gibt es normalerweise auch Geschenke. Und so hat Musikschulleiter Stefan Frei den Schülerinnen und Schülern ihr Jubiläumsgeschenk vorstellen können. In den nächsten Wochen werden alle Musikschüler von ihrer Lehrperson eine farbige Tasche mit dem Logo der Musikschule erhalten. Damit sollte die Grundlage geschaffen sein, dass die Musiknoten dank farbiger Tasche möglichst komplett und geordnet in den Unterricht mitkommen. Stefan Frei ergriff auch die Gelegenheit, Blockflötenlehrerin Beatrix Henney sowie Gitarren- und Ukulelelehrer Tobias Waldmann zu verabschieden und ihnen für die in der Vergangenheit geleistete Arbeit zu danken.

Insgesamt wurde das Publikum in seinen Erwartungen nicht enttäuscht und durfte zwei Stunden lang Musik erfahren, in Erinnerungen schwelgen, mitfiebern und sich freuen über eine neue Generation Musikerinnen und Musiker. Die Frage, ob Musik glücklich macht und Herzen öffnet, kann mit einem klaren Ja beantwortet werden.