Die Präsidentin der Gäuer Spielleute, Margot Leuenberger, konnte in der Schälismühle in Oberbuchsiten viele Mitglieder der Gäuer Spielleute zur 15. GV willkommen heissen. Mit grosser Freude und schönen Erinnerungen wurde im Jahresbericht auf das letzte Projekt «Einsteins Frauen» zurückgeschaut. Das Stück kam beim Publikum sehr gut an und wurde als bisher bestes Stück und als gelungenste Aufführung der Gäuer Spielleute gelobt.

Leider spielte das Wetter nicht mit. Nur an den beiden ersten Abenden konnte das Theater bei angenehmen Temperaturen aufgeführt werden. Nachher war es zum Teil regnerisch und sehr kalt. Das wirkte sich auf die Anzahl Zuschauer aus, was der Kassier wiederum bei den Einnahmen zu spüren bekam. Beim Ticketverkauf muss man sich wohl etwas einfallen lassen.

Es darf nicht sein, dass man Billette bestellt und diese wegen des schlechten Wetters nicht bezieht. Die Bezahlung der Eintritte muss deshalb vorher erfolgen und nicht erst an der Abendkasse. Sonst lässt man den Besuch der Aufführung bei schlechtem Wetter einfach platzen, was die Gäuer Spielleute dieses Jahr bitter erfahren haben. Aus den erwähnten Gründen waren Einsteins Frauen für die Gäuer Spielleute finanziell kein grosser Erfolg. Der Verein kann das aber – dank des schönen Polsters – gut verkraften.

Gute Erfahrung mit Lärmschutzwänden

Als Auflockerung zeigte Bruno Leuenberger mit einer äusserst interessanten Bildershow, was es braucht, bis ein solches Theater aufgeführt werden kann. Das Aufstellen der Lärmschutzwände wirkte sich sehr positiv auf die Aufführungen aus. Bruno Winiger hat mit seinen engagierten Helfern ganze Arbeit geleistet. Für diesen Einsatz sind ihnen nicht nur Schauspielgruppe, sondern ebenso alle Theaterbesucher sehr dankbar.

Für Beat Henzi nimmt neu Martina Stöckli Simon Einsitz im Vorstand. Alle übrigen Vorstandsmitglieder wurden mit grossem Beifall wiedergewählt. Drei verdiente Mitglieder konnten zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Christoph Schwager sprach die Laudatio für Margrith Mühle. Sie spielte in bisher allen Theaterstücken der Gäuer Spielleute mit. Aber auch als Regieassistentin hat sie schon viele Rollen geprägt und den Aufführungen wertvolle Impulse gegeben. Weiter wirkt sie schon lange als Aktuarin im Vorstand mit.

Die zweite Ehrung ging an Kläri Winiger. Sie hat ebenfalls in allen Stücken mitgespielt und das Publikum in zum Teil sehr kuriosen, aber prägenden Rollen begeistert. Als versierte Schneiderin stand sie während all der Jahre der ganzen Theatergruppe für kleine Kostümänderungen und Flickarbeiten zur Verfügung. Die dritte Ehrenmitgliedschaft ging an Ruedi Dutli für seine grossartig gespielten Aussenseiterrollen, die er in praktisch jedem Stück mit viel Engagement und persönlichem Esprit spielte.

Trägerverein bald mit erster GV

Mit Spannung wartete die Versammlung auf die Ausführung von Regisseur Christoph Schwager zum neuen Projekt, das im Jahre 2019 zur Aufführung gelangt. «Titanic» heisst das neue Theater der Gäuer Spielleute. Nicht der Untergang dieses unvergesslichen Schiffes steht im Vordergrund, sondern der starke Glaube an die neue Technik. Eine Person aus der Region, Emma Sägesser, die ebenfalls auf der ersten Fahrt teilnahm und umkam, wird im Zentrum dieser Aufführung stehen. Mehr ist im Moment noch nicht bekannt, aber der Anfang ist gemacht. Die Idee steht und man ist gespannt, was die Verantwortlichen daraus machen werden.

Zum Schluss vernahm die Versammlung Neues vom Kleintheater Gäu. 35 Personen haben sich bis jetzt als Träger dieses Projekts eingetragen. In den nächsten Tagen findet die erste GV statt. Der bekannte Kolumnist, Bänz Friedli, wird dem Trägerverein an diesem Abend für das grosse Vorhaben neuen Schwung verleihen.