Welschenrohr
130 Hektaren Allmendland wird an die Landwirte verpachtet

Der neue Bürgerrat hat seine Arbeit aufgenommen. Nach den stillen Wahlen bilden 6 bisherige Mitglieder den neuen Rat, die 2 Sitze der SVP sind vakant.

Walter Schmid
Merken
Drucken
Teilen
Der Bürgerrat (v.l.): René Allemann, Franz Schmid, Verwalterin Pia Allemann, Bürgerpräsident Jürg Uebelhart, Sandra Gunzinger-Känzig, Hugo Gunzinger, Markus Glatzfelder und Bürgerschreiber Heini Allemann.

Der Bürgerrat (v.l.): René Allemann, Franz Schmid, Verwalterin Pia Allemann, Bürgerpräsident Jürg Uebelhart, Sandra Gunzinger-Känzig, Hugo Gunzinger, Markus Glatzfelder und Bürgerschreiber Heini Allemann.

Walter Schmid

Im Bürgerhaus Grünholz traf sich der Bürgerrat zur Vereidigung für die neue Amtsperiode. Nach den stillen Wahlen bilden 6 bisherige Mitglieder den neuen Rat, die 2 Sitze der SVP sind vakant. Je drei Mitglieder der FDP und der CVP leiten vorläufig die Geschicke der Bürgergemeinde. Als neuer Bürgerpräsident wurde Jürg Uebelhart, Termineur, bestimmt. Er tritt die Nachfolge von Jürg Uebelhart-Brunner aus der Malsen an. Franz Schmid amtet weiter als Vizepräsident, Heini Allemann als Bürgerschreiber und Pia Allemann als Verwalterin.

SVP will nachnominieren

Seit vielen Jahren wird der Bürgerrat in stiller Wahl erkoren. So hat man unter den Parteien die bisherige Zusammensetzung vereinbart. 3 Sitz für FDP und CVP, 2 Sitze für die SVP. Diese hat es jedoch unterlassen, Kandidaten zu nominieren. «Wir sind auf der Suche nach jüngeren Personen, die bereit sind, in diesem Bürgerrat mitzuarbeiten,» meinte Jürg Uebelhart, Landwirt, der scheidende Bürgerpräsident und Präsident der SVP auf Anfrage.

Die Bürgergemeinde ist mit der weitaus grössten Landfläche in der Flurgenossenschaft engagiert, Präsident Jürg Uebelhart und Vizepräsident Franz Schmid werden als Delegierte bestimmt. Die beiden nehmen auch im Vorstand der Forstbetriebsgemeinschaft FBG Hinteres Thal Einsitz. Der Präsident ist zudem Vorstandsmitglied des Bürgergemeinde- und des Waldeigentümerverbandes Thal.

Neuzuteilung schaffte Probleme

130 Hektaren Allmendland kann die Brüdergemeinde an die Landwirte verpachten. Dass dies nicht immer ganz problemlos verläuft, zeigte sich in den letzten Jahren. Ausgelöst durch die Güterregulierung wurde eine Neuzuteilung nötig. Die Schätzungskommission und der Bürgerrat machten sich an die Arbeit, jedoch waren nicht alle Landwirte mit dem Ergebnis einverstanden, denn heute will jeder Betrieb möglichst viel Land bewirtschaften.

Der Bürgerrat musste sich bei der Vergabe an das Allmendreglement halten und zudem die kantonalen Vorschriften beachten. Schliesslich mischte auch noch die Presse mit und sorgte für unerwünschte Publizität. Verhandlung auf dem Amt für Landwirtschaft und private Absprachen führten schlussendlich zu einer Lösung. «Die Pachtlandvergabe ist nun geregelt,» erklärte der neue Bürgerpräsident Jürg Uebelhart. «Wir hoffen auf ruhigere Zeiten und erspriessliche Zusammenarbeit im Rat.» Das wird wohl so lange dauern, bis eine neue Vergabe ansteht.

Holz für das Grünholz

Als Naherholungsgebiet stehen weiterhin Weide und Wald mit Waldlehrpfad im Gebiet des Bürgerhauses Grünholz zur Verfügung. Vereine, Gesellschaften und Familien können die Lokalitäten mieten, Ansprechperson ist Markus Glatzfelder. Auf Anregung von Hugo Gunzinger beschafft die Bürgergemeinde Brennholz für das Cheminée und die verschiedenen Feuerstellen. Die Bewirtschaftung des Waldes von rund 400 Hektar besorgt die FBG Hinteres Thal. Davon sind rund 100 Hektar als Naturreservate ausgeschieden. Am Wärmeverbund Welschenrohr beteiligt sich die Bürgergemeinde mit einem Darlehen von 200 000 Franken. An einer Allmendbesichtigung sollen der Bevölkerung die bedeutenden Kulturflächen der Bürgergemeinde und die Arbeiten der Güterregulierung gezeigt werden.