Anfangs Dezember 2018 startete die Gruppe «Läbigi Klus» eine Unterschriftensammlung zu einem Volksauftrag. Damit soll der Regierungsrat veranlasst werden, weitere Tests zur geplanten Verkehrsanbindung Thal durchführen zu lassen. Insbesondre sollen die OeBB-Schranken versuchsweise in Spitzenzeiten offen bleiben und der ÖV nur durch Busse gewährleistet sein. 100 Unterschriften sind für die Weiterbehandlung des Volksauftrags zwingend.

«Der Regierungsrat wird beauftragt, eine mehrwöchige Testphase durchzuführen, in welcher die Bahnschranke bei der Thalbrücke in Balsthal zu den verkehrsreichen Zeiten am Abend geöffnet bleibt. Anstelle des Bahnverkehrs soll während dieser Zeit die Verbindung mit einem Busbetrieb gewährleistet bleiben.» So steht es auf dem Unterschriftenbogen.

Grund für die Sammlung der Unterschriften war das immer wieder zu hörende Argument, dass allein die Bahnschranke der OeBB für den Stau durch die Klus, insbesondere jeweils am frühen Abend verantwortlich sein soll, begründete «Läbigi Klus». Berechnungen hätten gezeigt, dass ohne die Schranke sechs Prozent mehr Fahrzeuge die Thalbrücke passieren könnten. Deshalb sei eine solche Evaluation zentral, bevor ein Entscheid gefällt wird, wie es mit der geplanten Umfahrung Klus weiter geht.

«Eine gute Sache»

«Die Unterschriftsbogen kamen zügig retour, ohne dass wir gross weitere Werbung haben machen müssen», sagt Müller zufrieden. «120 Unterschriften sind zusammen gekommen.» Er sei von Passanten angesprochen worden, dass dies eine gute Sache sei. «Die Leute wollen wirklich wissen, ob eine offene Bahnschranke zu Spitzenzeiten etwas zur Stauvermeidung beiträgt», hat er erfahren. Nächste Woche würden die Unterschriftenbögen zur Beglaubigung eingereicht. «Das dauert erfahrungsgemäss 2 bis 3 Wochen, sodass wir auf Ende Februar den Volksauftrag beim Regierungsrat einreichen können.»