Kestenholz
100 Jahre FC Kestenholz: Ein Dorf feiert seinen Fussballclub

Zum 100. Geburtstag des FC Kestenholz wurde der Pro-Metall-Cup auf dem Fussballplatz ausgetragen. Danach wurde vom Fussballplatz ins Festzelt gewechselt um Musik, Feier und Rückblick in die Entstehungsgeschichte des Vereins zu geniessen.

Edgar Straumann
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Der FC Kestenholz hatte allen Grund zur Freude: Er hat, wie das Bild zeigt, eine echte Fangemeinde.

Der FC Kestenholz hatte allen Grund zur Freude: Er hat, wie das Bild zeigt, eine echte Fangemeinde.

Edgar Straumann

In Kestenholz wurde nicht nur im Festzelt, sondern auch auf dem Fussballplatz gefeiert. Am Nachmittag wurden auf den Sportplatz St. Peter die Finalspiele des Pro-Metall-Cup ausgetragen. Um den dritten Platz duellierten sich Gastgeber Kestenholz gegen den Zweitligisten Mümliswil. Der unterklassige Jubilar gewann mit 2:0. Um den Turniersieg standen sich Härkingen und Wolfwil gegenüber. Dabei gab es einen standesgemässen 5:2 Sieg des höherklassigen FC Härkingen. Damit sah die Rangliste so aus: 1. Härkingen, 2. Wolfwil, 3. Kestenholz und 4. Mümliswil.

Gelungener Einstieg

Nach dem sportlichen Event wurde in das nahe gelegenen Festzelt disloziert, wo Vereinspräsident Markus Probst eine grosse Festgemeinde begrüssen durfte. Er freute ich nicht nur über den grossen Besucheraufmarsch, sondern auch darüber, dass er das grösste Blasorchester des Kantons vorstellen durfte. Trotz Ferienzeit hatten sich über 70 Musikantinnen und Musikanten vom Solothurner Veteranenspiel für den konzertanten Programmauftakt bereitgestellt. Unter der Leitung von Robert Grob wurde zum Beginn der «Solothurner Marsch» von Stephan Jaeggi vorgetragen und damit das Publikum gleich in Feststimmung versetzt. Dass die Musikantinnen und Musikanten nicht nur ausgezeichnet musizieren, sondern auch bestens singen können, wurde im weiteren Verlauf des Konzertes mehrfach bewiesen. Mit tosendem Applaus wurde nach einer Zugabe verlangt, die vom Orchester, nicht zuletzt auch deshalb, weil man in Kestenholz für die Proben Gastrecht geniesse, gerne gegeben.

Worüber berichtet wird

Als erster Gratulant trat Roland Stampfli ans Mikrofon. Er überbrachte Grüsse und Gratulationswünsche nicht nur vom Solothurner Fussballverband, sondern auch von den Schweizerischen Verbänden. Von ihm war zu vernehmen, dass in der Schweiz 98 Prozent aller Fussballer im Amateurbereich tätig sind, doch am meisten berichtet werde von den restlichen zwei Prozent Profis. Lob und Anerkennung, nicht zuletzt auch im administrativen Bereich, verdienen jedoch die freiwilligen Helfer an allen Fronten in den unteren Ligen und speziell bei der Nachwuchsförderung.

Namens des Gemeinderates verkündete Gemeindepräsident Arno Bürgi, dass man in Kestenholz stolz auf den Fussballclub sei. Auch er lobte die Grosszahl Freiwilliger, die zum guten Gelingen des Festes beigetragen haben und noch immer im Einsatz stünden. Er wisse, in Kestenholz könne man einen runden Geburtstag entsprechend feiern.

Szene aus der Geschichte des FCK.

Szene aus der Geschichte des FCK.

Edgar Straumann

Warum das Fest steigt

Schliesslich meldete sich auch OK-Präsident Marcel Brutsche zum Wort: «Wir wollen dieses Jubiläum feiern, nicht deshalb, um einen grossen Reinertrag in die Vereinskasse fliessen zu lassen, sondern den Dank an alle unsere Sympathisanten mit einer hoffentlich nachhaltig wirkenden Veranstaltung aussprechen zu können». Dieses Vorhaben scheint dem FC Kestenholz mit all seinen Helferinnen und Helfern vollumfänglich gelungen zu sein. Wie sehr das kulturelle Leben im Dorf gepflegt und insbesondere gelebt wird, wurde mit dem Auftritt der einheimischen Ad-hoc-Band (Leitung Dieter Bürgi) bewiesen. Eigens für den Jubiläumsanlass haben sich drei junge Sängerinnen, unterstützt von Musikern zu einer Formation gefunden, die mit ihren Darbietungen allen Respekt verdiente.

Die Rolle des Petrus

Ein weiterer Höhepunkt war die Aufführung der eigenen Vereinsgeschichte. Christoph Schwager, der bekannte Theaterfachmann hat unter dem Titel «Petrus sei Dank» die Gründung und Weiterentwicklung des FCK auf die Bühne gebracht. Zwei Gründungsmitglieder, Albert Ingold und Viktor Flury, durften – Dank Petrus eben – nochmals auf die Erde runter steigen, um alte Erinnerungen aufleben zu lassen. Mit technischer Unterstützung durch Bild und Ton wurde ein Effekt erreicht, der Seinesgleichen sucht. Sämtliche Darsteller spielten nicht nur, sondern lebten ihre Rollen hervorragend. Der schöne Wunsch könnte den beiden Gründern damit erfüllt werden, wenn es dem auf guten Füssen stehenden FC Kestenholz bald gelingen würde, sportlich in die 2. Liga aufzusteigen.

Zum Abschluss trat nochmals die A-hoc-Band in Erscheinung. Die jungen Interpreten bewiesen erneut nicht nur ihr Talent, sondern auch ihr unbestrittenes Können auf einem erstaunlichen Niveau. Schade wäre, wenn die Formation sich wieder auflösen würde.

Von links: Roland Stampfli, Präsident Solothurner Fusballverband; Markus Probst, Präsident FCK; René Baumann, Ehrenpräsident FCK; Marcel Brutsche, OK-Präsident; Heinz Rudolf von Rohr, Urs Kissling und Markus Schläfli, Ehrenpräsidenten des FCK.

Von links: Roland Stampfli, Präsident Solothurner Fusballverband; Markus Probst, Präsident FCK; René Baumann, Ehrenpräsident FCK; Marcel Brutsche, OK-Präsident; Heinz Rudolf von Rohr, Urs Kissling und Markus Schläfli, Ehrenpräsidenten des FCK.

Edgar Straumann

«Kestenholz versteht zu feiern»

Was der Gemeindepräsident Arno Bürgi in seiner Ansprache angekündigt hatte, dass man in Kestenholz ein Fest gebührend feiern könne, wurde schliesslich auch bewiesen. Auch als sich die hochsommerlichen Temperaturen etwas gesenkt hatten, kühlte die Stimmung in keiner Weise ab. Die Kestenholzer begleiteten ihren FC mit einer tollen Stimmung ins nächste Jahrhundert.

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