Exorzismus
Teufelaustreiber treffen sich in Solothurn und warnen vor Dämonen

Schweizer Exorzisten versammelten sich unweit der Solothurner St.-Ursen-Kathedrale und behaupteten: Immer mehr Schweizer seien von Dämonen und dem Teufel befallen. Schuld seien Fremde und die Rockmusik.

Christian Bütikofer
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Keystone

Rechtzeitig zu Halloween schlägt die Katholische Kirche Alarm: Der Teufel kommt aus Afrika und Hardrock führt die Jugend zu Satan. Die Bistümer rüsteten im Kampf gegen den Teufel auf und einige Kirchenmänner wollten mehr Exorzisten ausbilden.

Dies berichtet der «Sonntagsblick» in seiner neusten Ausgabe. Unweit der St.-Ursen-Kathedrale in Solothurn hätten sich daher «Spezialisten der Teufelsaustreibung» der katholischen Kirche getroffen und über ihre Erfahrungen mit Gott und dem Teufel diskutiert.

«Hardrock zerstört Intellekt der Jungen»

Unter den 20 Geistlichen war auch Christoph Casetti (67), anzutreffen gewesen. Er ist die rechte Hand von Bischof Vitus Huonder im Bistum Chur. Casetti gehört zu jenen Geistlichen, die sich mit Teufelsaustreibungen auskennen und auch Exorzimus betreiben. Mehrfach schon ist er im laufenden Jahr mit seinen Helfern zum Einsatz gekommen.

Casetti glaubt auch zu wissen, woher der teuflische Einfluss kommt: von Einwanderern. «Vor allem bei Menschen aus Südeuropa, Afrika und Lateinamerika spielt der Glaube an Zauberei und Dämonen eine grosse Rolle», sagte Casetti dem «Sonntagsblick».

Für Casetti ist klar: «Der Satanismus ist zunehmend ein Problem.» Und er weiss auch, wo der grosse Satan sonst noch lauert: «Hardrock verherrlicht oft den Satanskult», warnt er. «Diese Musik zerstört den Intellekt der Jungen» sind sich die Schwarzkittel sicher.

Teufelsaustreibung bei Fundamentalisten beliebt

Der Glaube an Satanismus und die Fähigkeit zur Teufelsaustreibung wird nicht nur von einigen Exponenten der Katholischen Kirche immer wieder zum Thema gemacht. Auch fundamentalistische Politiker bemühen das Okkulte gerne.

Sie behauptete, wer an Halloween teilnehme, laufe Gefahr, ein Opfer von Satanisten zu werden - sie redet tatsächlich von «Menschenopfern». Da der Brauch teuflisch sei, feiere sie ihn auch nicht.

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