Gemäss der Traktandenliste erfolgt der Kapitalschnitt durch eine Reduktion des Nennwerts sämtlicher ausstehender Inhaberaktien von 9 auf 1 Franken. Das Aktienkapital reduziert sich dadurch um rund 53 Millionen auf 6,6 Millionen Franken.

Im zweiten Schritt soll das Kapital wieder um die 53 Millionen erhöht werden. Dazu will Swissmetal gut 6,6 Millionen neue Inhaberaktien ausgeben mit einem Nennwert von 1 Franken.

Damit dieser Antrag noch in die Traktandenliste für die Generalversammlung aufgenommen werden könne, wird die GV verschoben.

Zudem prüft das Unternehmen weitere Finanzierungsmöglichkeiten. Darunter fällt eine Variante mit dem Verkauf und dem Zurückmieten der Firmenliegenschaften in Dornach SO. Der Verwaltungsrat wolle sich bis zur GV «alle Optionen offen halten», heisst es in der Mitteilung.

Laxey will Anteil verkaufen

Der britische Hedgefund Laxey Partners hält 32,9 Prozent an Swissmetal. Seit längerem ist bekannt, dass sich der grösste Aktionär von dieser Beteiligung trennen will, Swissmetal braucht also einen neuen Grossaktionär. Wie der GV-Traktandenliste zu entnehmen ist, befinden sich Gespräche mit Investoren «in der Endphase».

Darum werden die Kandidaturen für den Verwaltungsrat erst später, aber noch vor der GV, in einer Medienmitteilung bekanntgegeben, wie Swissmetal schreibt. Die Verwaltungsräte sollen für ein Jahr gewählt werden.

Rote Zahlen

Swissmetal hatte im vergangenen Jahr erneut rote Zahlen geschrieben. Der Verlust vergrösserte sich gegenüber dem Vorjahr von 16,3 Millionen auf 21,9 Millionen Franken. Es war das dritte Minus in Folge. Swissmetal hatte bereits die Publikation seines Jahresergebnisses von Mitte auf Ende April verschoben.

Das Unternehmen mit Sitz in Dornach hatte per Ende vergangenes Jahr 626 Vollzeitbeschäftigte. Es produziert Kupfer und Kupferlegierungen für die Elektronik-, Telekommunikations-, Auto- Luftfahrt- und Erdölindustrie.

Die Aktien der Swissmetal Holding sind an der Schweizer Börse SIX kotiert. Ihr Kurs war vor und nach der Verschiebung der Veröffentlichung des Jahresberichts eingebrochen, erholte sich aber nach der Publikation fast wieder auf Vorjahresniveau.