Solothurn
Swiss Walking Event: Petrus ist ein grossartiger Walker

Fast alle der knapp 4000 Teilnehmenden schafften es beim Swiss Walking Event in Solothurn trocken ins Ziel. Mit am Start waren auch mehrere Prominente.

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Swiss Walking Event in Solothurn
12 Bilder
Marathonläufer Viktor Röthlin gibt am Start Autogramme
Fröhliche Stimmung vor dem Start
Walker am Ritterquai
Swiss Walking Event 2011 in Solothurn (4. September 2011)
Musikalische Begleitung für die Teilnehmer vor dem Schloss Waldegg
Teilnehmerinnen in der St. Urbangasse
Nordic Walker treffen im Ziel in der Altstadt ein
Zuschauer stehen beim Zieleinlauf auf dem Marktplatz
Die Teilnehmenden bekommen Verpflegung beim Zieleinlauf
Weitere Walker treffen ein
Eine Teilnehmende stärkt sich mit Getränk nach dem Zieleinlauf

Swiss Walking Event in Solothurn

Marco Sansoni

Petrus war dieses Jahr den Walkern definitiv gut gesinnt. Während in der Nacht zum Sonntag noch Gewitter über die Region Solothurn zogen, war es am Morgen danach bewölkt aber trocken. Zum Start der Kategorie über zehneinhalb Kilometer am späten Sonntagvormittag zeigte sich für kurze Zeit sogar die Sonne. Am Start waren auch dieses Jahr sowohl Walker als auch Nordic Walker vertreten.

Der Unterschied liegt im Detail: Letztere sind mit Stöcken unterwegs. Unterschiede gab es auch bei den Streckenlängen. So war jene über die Marathondistanz von 42,195 Kilometern die längste. Zusätzlich standen Distanzen über sechs oder zehneinhalb Kilometer sowie die Halbmarathondistanz zur Auswahl.

Musikalische Motivation

Berggängige Walker hatten ausserdem die Möglichkeit, einen Panoramatrail von Oberdorf über den Solothurner Hausberg Weissenstein hinunter in die Altstadt zu absolvieren. Alle Distanzen bahnten mit Ausnahme des Panoramatrails vom Ritterquai entlang der Aare bei Feldbrunnen Richtung Osten.

Die Teilnehmer der Marathondistanz folgten dem Aarelauf bis nach Wangen an der Aare, während die anderen nach Feldbrunnen Richtung Riedholz abbogen.

Auch Prominente am Start

Die Walker auf den kürzeren zwei Distanzen passierten als Highlight das Schloss Waldegg. Dort erwartete die Solothurner Guggenmusik «Chrumm Durm Sumpf Chroniker» die Teilnehmer mit motivierenden Liedern wie Udo Jürgens' «Aber bitte mit Sahne» oder Pepe Lienhards «Swiss Lady» und unterstützte damit die ohnehin schon gute Stimmung des Anlasses.

Schliesslich geht es am Swiss Walking Event auch nicht um Hundertstelsekunden. Im Ziel wird wie immer zwar die persönliche Zeit erfasst. Um joggenden oder abkürzenden Personen vorzubeugen, wird diese aber nicht für eine Rangliste gewertet. Dafür gibt es für jeden «Finisher» im Ziel einen persönlichen Empfang mit Namen.

Bereits vor seinem Start genoss Marathon-Europameister Viktor Röthlin besondere Aufmerksamkeit. Er verteilte der motivierten Menge direkt an der Startlinie Autogramme. Nordic Walking sei schon seit vielen Jahren Teil von seinem Training, so Röthlin.

Später beteiligte er sich selber am Event, wenn auch nicht über die Marathon-, sondern «nur» über die Familiendistanz. Auf dieser waren nebst Röthlin vorwiegend Eltern mit Kindern unterwegs, der Kleinste nur zwei Jahre alt.

Schon zum dritten Mal absolvierte Ex-Bundesrätin Ruth Metzler dieses Jahr die Marathondistanz in Solothurn. Sie selber schaffte es noch ins Ziel, bevor Petrus am Vorabend die Schleusen öffnete.

Immer weniger Teilnehmer

Fürs Swiss Walking Event hatten sich insgesamt 3927 Personen angemeldet. Diese Zahl bestätigt den Trend der rückläufigen Teilnehmerzahlen aus den Vorjahren. Catherine Imhof vom Organisationskomitee erklärt den Trend mit der Mehrzahl an Walking-Veranstaltungen in der Schweiz.

«In den letzten Jahren wurden immer mehr Walking-Kategorien an traditionellen Laufevents eingerichtet», so Imhof. Die Walker hätten so die Qual der Wahl und würden vermehrt Events an verschiedenen Orten ausprobieren. «Trotz der rückläufigen Zahlen befindet sich der Swiss Walking Event aber weiterhin unter den Top 30 aller Lauf- und Walking-Veranstaltungen.»

Der Älteste meldete sich ab

Von den knapp 4000 angemeldeten Personen wurden rund neun Prozent nicht im Ziel erfasst. Wie viele nun aufgrund der schlechten Wetteraussichten gar nicht erst gestartet sind, lässt sich damit nicht sagen.

Einer, der tatsächlich gar nicht an den Start über sechs Kilometer ging, war ein 91-Jähriger, der älteste angemeldete Walker des Events. «Er rief kurz vor dem Event extra unsere Notfallnummer an, damit ihn ja niemand vermissen würde», erzählt Imhof.