Es wird von der Einwohner- und der Bürgergemeinde gemeinsam getragen und die Bevölkerung stimmte an der Urne mehrmals zugunsten des Projektes ab. Aus diesem Grund war gestern Morgen fast ganz Deitingen auf den Beinen, als es darum ging, den symbolischen Spatenstich für das Bauprojekt auszuführen. «Was lange währt, wird endlich wahr. Deitingen baut für die Zukunft.» Unter dieses Motto wurde der Anlass gestellt.

Ein Projekt für die Zukunft

Max Wittwer, Verwaltungsratspräsident Dorfzentrum Deitingen AG, erinnerte kurz an die Einsprachen gegen die Baupläne, die Einigung mit den Einsprechern, die erneuten Einsprachen und die abschliessende Einigung. Zehn Jahre Planungs- und Vorbereitungsarbeiten würden nun ihr Ende finden. Weil das Dorfzentrum ein Projekt für die Zukunft sei, wurde der Spatenstich nicht von Verwaltungsratsmitgliedern und auch nicht von Politikern vorgenommen, sondern von Schulkindern.

«Denn die Jugend repräsentiert die Deitingen Zukunft.» Wittwer lud zudem auch die Bevölkerung ein, sich für den Fototermin mit aufs Bild zu stellen. «Damit sie alle einmal sagen können, wir waren dabei.» Wie es bei einem Spatenstich so Brauch ist, bedankte sich Wittwer auch. Er hielt sich allerdings kurz. Sein Dank galt vor allem den Behörden und der Bevölkerung, die das Vorhaben immer unterstützt hätten. «Der nächste Termin, den wir haben, wird die Eröffnung im Dezember 2012 sein», versprach er. In den nächsten Tagen würden die Verträge mit den Partnern, die die Räumlichkeiten im Erdgeschoss mieten, unterschrieben. Bereits sicher ist, dass die Post einzieht.

Projekt redimensioniert

Im Dorfzentrum soll, wie es der Name des Gebäudes sagt, ein Treffpunkt für die Bevölkerung entstehen. Ein Café, ein Laden, die Post und die Bank werden im neuen Gebäude angesiedelt. Dazu wird es Seniorenwohnungen geben. Rund um das Gebäude soll ein Begegnungsplatz entstehen.

Mit dem Dorfzentrum bekommt Deitingen ein markantes Gebäude mitten in der Gemeinde, die von vielen Bauernhäusern mit markanten Dächern geprägt wird. Tatsächlich war dies auch lange Zeit einer der Streitpunkte. Am Projekt, das von einer hochkarätigen Fachjury ausgesucht wurde, schieden sich die Deitinger Geister. Auch das Amt für Raumplanung des Kantons Solothurn hatte gewisse Einwände. Nachdem sich die Planung lange hinzog und die Behandlung der Einsprachen gegen das Bauprojekt einige Zeit dauerte, ging es letzten Herbst plötzlich recht schnell. Die Dorfzentrum Deitingen AG verzichtete auf den Bau des umstrittenen vierten Stockwerks und konnte sich mit der Besitzerin einer Nachbarliegenschaft auf den Kaufpreis für ihr Grundstück einigen. Damit konnte das Gebäude zusätzlich leicht nach Norden verschoben werden und auch die Verkehrsführung für alle verkehrsteilnehmenden rund um das neue Gebäude vereinfachte sich damit.