Gänsbrunnen
Start für Sanierung St.-Josephs-Kirche

Vor einem Jahr hat die Versammlung der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Gänsbrunnen das Sanierungskonzept für die dem heiligen Josef geweihten Kirche in der Höhe von 1,3 Mio. Franken gutgeheissen. Nun beginnt die Sanierung.

Anton Strähl
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Dem Innenraum der Kirche ist so nicht anzusehen, wie es um Boden und Wände bestellt ist. Alois Winiger

Dem Innenraum der Kirche ist so nicht anzusehen, wie es um Boden und Wände bestellt ist. Alois Winiger

Solothurner Zeitung

Die Finanzierung der Sanierung hat sich als nicht leichtes Unterfangen erwiesen. Nach Abklärungen mit der Flury und Rudolf Architekten AG, Solothurn, und der Denkmalpflege entschied der Kirchgemeinderat, vorerst eine Teilrenovation durchzuführen.

Holzböden auf dem Erdreich

Seit Jahren bestehen Probleme mit der Grundfeuchtigkeit und der Gebäudehülle. Die Holzböden liegen direkt auf dem feuchten Erdreich und sind am Zerfallen. Die Heizungs- und Elektroinstallationen sind veraltet und die Beleuchtung ungenügend. So sollen in einer ersten Phase Türen und Fenster, der unstabile Glockenstuhl, die Decken, die Entlüftung, die Mauernentfeuchtung und die Bodenkonstruktion saniert werden. Die ganze Gebäudetechnik soll überholt sowie im Schiff, der Sakristei und im Chor neue Böden erstellt werden. Auch will man an Decke und Wänden die Oberflächen behandeln.

Wie Josef Zimmermann (Rüttenen) als Berater des Kirchgemeinderates ausführte, sind diese Arbeiten mit 508000 Franken budgetiert. Die Teilsanierung könnte gegen Ende 2011 abgeschlossen sein. Die Behebung der Feuchtigkeitsprobleme wurde von den wenigen Versammlungsteilnehmern begrüsst. Kritische Stimmen wurden jedoch laut zur im Gesamtprojekt vorgesehenen Neueindeckung des Daches und der Entfernung des Windfanges.

Erfreut zeigte sich Josef Zimmermann bezüglich Finanzierung. Diese sei durch Beiträge der römisch-katholischen Synode, der Denkmalpflege von Bund und Kanton, der Inländischen Mission, der Kirchenbauhilfe des Bistums, des Militärs und privaten Spenden bis auf 65000 Franken gesichert. Diesen Betrag hofft man, mit Spenden zu decken. Die Versammlung stimmte schliesslich der Freigabe der ersten Tranche des Sanierungskonzeptes und der Aufnahme eines Baukredites einstimmig zu. Kirchgemeindepräsident Robert Haefeli dankte für die Vorarbeiten und die Zustimmung. Die Versammlung hat die Gründung eines Vereins zum Sammeln von Spendengeldern.

Ausgeglichenes Budget 2011

Verwalter Markus Allemann stellte den Voranschlag 2011 vor. Dieser sieht in der laufenden Rechnung Einnahmen von 38900 Franken und Ausgaben von 39830 Franken vor. Im Voranschlag sind auch 11300 Franken für Renovations- und Unterhaltsarbeiten am Pfarrhaus enthalten.

Im Weiteren hat die Versammlung einer Statutenänderung des Zweckverbandes Alters- und Pflegeheimseelsorge Thal-Gäu zugestimmt sowie Robert Haefeli und Stefan Rastorfer als Delegierte gewählt. Schliesslich hat Pfarrer Raimund Obrist über den geplanten Pastoralraum für die Kirchgemeinden Gänsbrunnen bis Laupersdorf orientiert. Bis Mitte 2012 sollen der zur Diskussion stehende Zweckverband und die Personalfrage geregelt sein.