Olten
Stadtrat stellt sich hinter neues Verkehrsregime für die Innenstadt

Der Kern von Oltens Innenstadt soll vom motorisierten Individual-Verkehr befreit werden. Begegnungs- und Tempo-30-Zonen sollen auch im Nicht-Kernbereich für mehr Lebensqualität sorgen. Der Stadtrat heisst das neue Regime nun ebenfalls klar gut.

Merken
Drucken
Teilen
Innenstadt von Olten

Innenstadt von Olten

Zur Verfügung gestellt

Das neue Verkehrsregime sieht konkret vor, den innersten Kernbereich der Innnenstadt anlag zur Altstadt vom motorisierten Individual zu befreien. Zu dieser Zongen gehören Kirchgasse, Munzingerplatz, Innere Baslerstrasse Süd und Mühlegasse

Ausserhalb des Kerns ist im restlichen Einkaufsbereich eine Begegnungszone (Tempo 20 und Vortritt des Langsamverkehrs) und im noch weiteren Umfeld die bereits beschlossene Tempo-30-Zone geplant. Das Konzept sieht weiter die Verlagerung von Parkplätzen aus dem Kernbereich vor.

Kritik vom Gewerbe

Das neue Regime wurde in einer Resonanzgruppe Innenstadt erarbeitet. Anschliessend Gewerbe- und weitere Kreisen sich dazu geäussert und dabei auch teilweise heftige Kritik geübt. Ins Visier geriet dabei vor allem die Verlagerung von Parkplätzen. Nun hat sich der Stadtrat ausführlich übers Verkehrskonzept gebeugt - um dieses gutzuheissen.

Die Strategie Innenstadt richte sich nicht gegen jemanden und schon gar nicht gegen das Gewerbe, sondern setzte sich für die Stadt Olten als Ganzes ein, hält er in einer Mitteilung fest.

Es reduziere sich zudem nicht auf die stark diskutierte Frage der Parkplätze, sondern umfasse alle Komponenten des Innenstadtverkehrs mit dem Ziel einer umfassenden Aufwertung.

Etappiert umsetzen

Das Gesamtkonzept soll nun in Etappen umgesetzt werden soll. Dabei können durchaus punktuelle Anpassungen auf Grund von Rückmeldungen diskutiert werden, so der Stadtrat.

Die erste Etappe wird voraussichtlich im März 2012 dem Parlament vorgelegt; sie umfasst die Kirchgasse und die innere Baslerstrasse, die bis zur Eröffnung der Umfahrungsstrasse ERO saniert, vom motorisierten Individualverkehr befreit und umgestaltet werden sollen.

Während dieser Zeit verkehrt der Bus via Konradstrasse; diese Routenführung wird vom Stadtrat auch für die Zeit nach der Umgestaltung priorisiert, damit auf der Kirchgasse die angestrebte Platzsituation entstehen kann. (rsn)