Von Passanten entdeckt

Zwei Meter lange Boa schlängelt sich durch Solothurn

Die Schlange wurde in eine Zoohandlung gebracht, wo sie auf ihren Halter wartet.

Die Schlange wurde in eine Zoohandlung gebracht, wo sie auf ihren Halter wartet.

Am Donnerstagabend hat die Stadtpolizei Solothurn einen speziellen Fund gemacht. Mit Hilfe eines Schlangenfängers hat sie an der Nordringstrasse unter einem Auto eine zwei Meter lange Boa constrictor eingefangen. Der Halter ist unbekannt.

Mehrere Passanten meldeten am Donnerstagabend um zirka 22.20 Uhr, dass sich eine um die zwei Meter lange Schlange bei den Parkplätzen an der Nordringstrasse befindet.

Eine Patrouille der Stadtpolizei Solothurn konnte vorerst nichts Aussergewöhnliches feststellen.

Das Tier wurde schliesslich unter einem parkierten Fahrzeug entdeckt. «Dort ist sie offenbar in den Unterboden gekrochen», sagt Peter Fedeli, Chef der Stadtpolizei. Ein aufgebotener Schlangenfänger hätte die ungiftige Boa constrictor dann befreit.

Halter unbekannt

Doch wohin mit der Schlange - mitten in der Nacht? Da der Schlangenfänger kein Platz mehr in seinem Terrarium hatte, musste eine andere Lösung her.

«Die zusammengerollte Schlange hat, eingepackt in einen juteähnlichen Sack und eine Kartonkiste, bei uns auf dem Polizeirevier übernachtet», so Fedeli. Eine Schlange im Büro zu haben, sei schon nicht alltäglich. «Aber passieren konnte ja nichts.»

Am Freitagmorgen hat sie dann ein Polizist in eine Zoohandlung gebracht. Dort wird sie auch bleiben. Zumindest so lange, bis sich der Halter, der bis jetzt unbekannt ist, meldet.

Die Haltung dieser ungiftigen Boa constrictor ist nicht bewilligungspflichtig.

Füchse und Schwäne

Mit solchen exotischen Tieren hat die Stadtpolizei sehr selten zu tun. In letzter Zeit muss laut Fedeli der Wildhüter häufiger wegen Füchsen ausrücken. Auch Schwäne seien immer mal wieder Grund für einen Einsatz. (ldu)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1