«Mit Überraschung hat die FDP die Einsprache des Quartiervereins Weststadt zur Kenntnis genommen», äussert sich die freisinnige Stadpartei in einer Stellungnahme zur jüngsten Entwicklung rund um den Henzihof. «Die Parzellen des Entwicklungsgebiets Weitblick wurden vor mehr als 10 Jahren von der Stadt Solothurn als letzte grosse Baulandreserven gekauft, mit der Absicht, diese zu entwickeln. Von Beginn weg war also klar, dass das Gebiet zwischen Bahndamm bis zur Grabackerstrasse früher oder später überbaut wird», stellt die FDP fest.

Aufgrund einer Koalition von SP, Grünen, CVP und GLP sei der baufällige Henzihof anfangs dieses Jahres als fixes Objekt im Gesamtprojekt Weitblick festgelegt worden, was bedeute, dass der abbruchreife Hof für viel Steuergeld saniert und «irgendwie in das Gesamtprojekt Weitblick integriert werden soll - notabene an bester Baulage». Dieser Erhalt sei unter anderem auf Initiative des Quartiervereins Weststadt zustande gekommen, der von der Stadt subventioniert werde. Daraus folgert die FDP: «Genau dieser Verein versucht nun, mit der Einsprache gegen die Auflage der Vorbelastung, die Bauarbeiten im Weitblick weiter zu verzögern.» Dies empfinde man als Zwängerei, sei man doch den Anliegen des Quartiervereins bereits weit entgegengekommen.

Arbeiten im Weitblick werden blockiert

Die gesamten Arbeiten im Weitblick verlaufen gemäss der FDP «seit Jahren eher schleppend. Nun, wo endlich die ersten Vorarbeiten erfolgen sollen, werden diese durch den Quartierverein blockiert. Dies ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar», übt die Partei Kritik. «Wir sind nun gespannt, wie die Politik mit der neuen Ausgangslage umgeht.

Es ist zu hoffen, dass das Anliegen des Vereins im Gemeinderat keine weitere Unterstützung findet», betont die FDP-Stadtpartei weiter – sie werde sich auch in Zukunft «für eine effiziente, sinnvolle und wirtschaftliche Entwicklung des Gebiets Weitblick einsetzen». Und: «Nicht zuletzt, weil dort viel Geld der Solothurner und Solothurnerinnen brach liegt.» (mgt)