Gesundheitswoche
Zur Prävention an die HESO: «Ein Plus an Lebensqualität»

An der HESO präsentieren sich auch mehrere Gesundheitsinstitutionen, die sich vor allem der Prävention von Krankheiten widmen. Mit dabei sind u.a. die Lungenliga, Pro Infirmis oder das Schweizerische Rote Kreuz.

Andreas Kaufmann
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Sich auf unterhaltsame Weise mit Gesundheit befassen – auch die Rheumaliga war für einen Tag an der HESO mit bewegenden Angeboten zu Gast.

Sich auf unterhaltsame Weise mit Gesundheit befassen – auch die Rheumaliga war für einen Tag an der HESO mit bewegenden Angeboten zu Gast.

Andreas Kaufmann

Wie gewöhne ich mir das Rauchen ab? Wie stehts mit meinem Blutzucker? Woher kommt mein Rückenleiden? Was kann ich als Angehöriger eines Demenzkranken tun? Oder wie bleibe ich selbst im Alter mobil?

Auf all dies hat Google bestimmt eine Antwort oder eher – was die Sache kaum besser macht – hunderte an Antworten. Dabei gäbe es andere niederschwellige und gleichzeitig kompetentere Quellen, um in Fragen der eigenen Gesundheit zu klärenden Antworten zu gelangen.

An der Herbstmesse betreiben die Solothurner Spitäler soH noch bis Sonntag zum dritten Mal ihre «Viva+»-Gesundheitswoche, die sich der Prävention widmet. Kathrin Reinli ist Leiterin der Prävention soH und zuständig für die HESO-Präsenz: «Die Grundidee ist, die Bevölkerung für chronische, nichtansteckende Krankheiten zu sensibilisieren.

Es geht um ein Plus an Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität.» An jedem Tag präsentiert sich eine andere Institution im Bereich Gesundheit, bietet Beratungen an, beantwortet Fragen, hält Infomaterial oder weitervermittelnde Kontakte bereit und führt Gesundheitstests wie Hör- oder Blutzuckerchecks oder andere Aktionen durch.

«Personell wäre es für kleinere Institutionen gar nicht möglich, eine zehntägige Messe personell im Alleingang zu bestreiten. Können sie sich aber an einem Tag präsentieren, so sieht es anders aus.» Beteiligt sind die Alzheimervereinigung des Kantons, die Fachstelle für Suchtprävention und Gesundheitsförderung der «Perspektive», die Fachstelle Prävention und Gesundheitsförderung des Amtes für soziale Sicherheit, die Lungenliga, Pro Audito, Pro Infirmis, Pro Senectute, das Schweizerische Rote Kreuz und die Rheumaliga.

Gezielte oder zufällige Besuche

Die beiden Solothurnerinnen Elisabeth Flury, 78, und Margrit Ammann, 74, besuchen ganz gezielt das Angebot der Rheumaliga. «Wir gehen ins Rheumaschwimmen und kennen von daher die Organisation», sagt Flury.

«Das warme Wasser hilft bei unseren Rückenbeschwerden», ergänzt Ammann. Herzlich werden sie von den anwesenden Rheumaliga-Mitarbeiterinnen begrüsst und warten nun darauf, vor Ort nun auch bei den Bewegungsübungen mit Gymnastikband mitzumachen.

Daneben finden auch Neugierige – (noch) beschwerdefrei – den Weg an den Stand. «Hier können wir uns einer Öffentlichkeit bekannter machen», sagt Mirjam Arnold, Mitarbeiterin der Rheumaliga. Dies sei umso wichtiger, als dass viele Leute die Institution nicht kennen würden: «Wir werden ab und zu mit der Lungenliga verwechselt.»

Im Fokus der Standpräsenz steht neben der Präsentation der Organisation aber auch das Kursangebot. «Heuer machen wir insbesondere auf Rückenleiden aufmerksam», erklärt Dorothea Arnold, Geschäftsleiterin der Rheumaliga Solothurn: «Betrachtet man schon nur die volkswirtschaftlichen Kosten, so sind sie ein grosses Thema.»

Ebenso wenig wie das Internet wird auch eine HESO-Präsenz der Rheumaliga oder der anderen Institutionen die Sprechstunde beim Hausarzt überflüssig machen, weder heute noch morgen. «Schliesslich werden keine medizinischen Diagnosen angeboten, sondern nur Gesundheitstests», sagt Reinli.

Und diese Tests machen lediglich auf künftige Risiken aufmerksam. «Dafür lädt der Stand dazu ein, sich auch mal auf unterhaltsame Weise mit dem Thema Gesundheitsprävention zu befassen», sagt Kathrin Reinli.

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