Oktoberfest

Zum siebten Mal «Wiesn»-Gaudi in der Reithalle

© Hans Peter Schläfli

An den zwei letzten Wochenenden des Monats ist in der Reithalle wieder Wiesn-Stimmung angesagt: dann geht bereits zum siebten Mal das Solothurner Oktoberfest über die Bühne.

Markus Moerler spricht gerne von einer «Tradition», wenn er die derzeit wehenden blau-weissen Fahnen sieht, die das Solothurner Oktoberfest ankündigen. Und das ist durchaus berechtigt.

Zum siebten Mal nämlich geht die Solothurner Ausgabe des «Wiesn»-Fests über die Bühne, und zwar an den beiden kommenden Wochenenden jeweils am Freitag und Samstag, 21. und 22., sowie 28. und 29. Oktober, jeweils von 17 bis 23 Uhr.

Das langjährige Organisationsduo Markus Moerler und Olcay Oruç Sahin vermeldet eine Woche vor dem Start: ausverkaufte Samstage und noch einige Restplätze an den Freitagen. Jeweils 900 Plätze stehen pro Abend zur Verfügung. «Und wenn jemand – vielleicht sogar noch in der Oktoberfest-Kluft – traurig vor dem Eingang stehen bleibt, gibts möglicherweise auch noch einen Stehplatz», stellt Moerler in Aussicht.

Regionale Wertschöpfung

Poulets und Schweinshaxen, Leberkäse und Weisswürste gesellen sich auch heuer wieder zum Oktoberfestbier aus der Brauerei Feldschlösschen und zum Vieille Prune der Brennerei Schwab in Oberwil. «Wir arbeiten nur mit regionalen Firmen zusammen», verdeutlicht Moerler.

Für Unterhaltung sorgen die beiden österreichischen Formationen «Glantaler Powermen» und «Die Spatzen 2000». Im Service werden wiederum bayerische «Resis» im Einsatz sein. «Acht Menüs und fünf Mass Bier gleichzeitig servieren, das können Schweizer Bedienungen nicht», ist sich Moerler sicher.

«Was gut ist, lässt man unverändert, und das ist das Schöne an der Tradition», antwortet Moerler zur Frage nach Neuheiten bei der diesjährigen Ausgabe. Aber natürlich versuche man jedes Jahr von neuem, die Qualität zu steigern. Eine grössere Küche und grössere Geräte sollen allfälligen Engpässen bei der Verpflegung zuvorkommen.

Nichts für Nörgler

Wichtig ist den beiden Organisatoren die Qualität: «Der Nörgler, der findet, es sei hier zu teuer, kann gerne ein anderes Oktoberfest ausprobieren», findet Moerler. «Unser Gast soll fürs Geld aber auch was Besseres bekommen – und er gibt auch gerne mehr aus, was die Erfahrung zeigt», so seine Devise.

Auch will man nicht mehr Leute als bisher in die Reithalle reinquetschen oder gar die Dauer über die heutigen sechs Stunden Bierseligkeit ausdehnen. «Wir orientieren uns am Münchner Original. Und so kommen alle noch mit dem öffentlichen Verkehr nach Hause.»

Damit schlage man einen anderen Weg ein als bei vielen Ablegern des Oktoberfests: «Es gibt viele, die wieder wegsterben, weil sie zu sehr als Party- oder Pubfest konzipiert sind. Dafür hat das gepflegte Essen und Feiern im traditionellen Stil entsprechend Aufwind.»

Weitere Infos unter: www.oktoberfest-solothurn.ch

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1