Es ist schon einige Jahre her seit dem letzten Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Stadt Solothurn. Höchste Zeit also, diese Türen wieder einmal zu öffnen und dem interessierten Publikum den Stützpunkt an der Grenchenstrasse vorzustellen, dem Zuhause der Feuerwehr. Dorthin sind vor knapp einem Jahr auch Feuerwehr- und Zivilschutzleitung gezogen.

Pünktlich um 16 Uhr meldete Kommandant Martin Allemann dem Stadtpräsidenten die angetretenen 60 Frauen und Männer, das sind drei Viertel des Sollbestandes der Stützpunktfeuerwehr. Der Fahrzeug- und Gerätepark der Feuerwehr beeindruckt, besonders dann, wenn vieles davon «in action» erlebt werden kann.

Los gings mit der Demonstration von Kleingeräten. Dabei wurde auch gezeigt, was passiert, wenn falsche Löschmittel verwendet werden. Deshalb der Aufruf an die Laien: Gebrauchsanleitungen für Feuerlöscher aller Art vor einem Ereignis studieren!

Eindrückliche Demonstration

Es folgte ein Einsatz der imposanten Autodrehleiter, wobei in der Brüggmoosstrasse eine Rettung mit Krankentrage gezeigt wurde. Dass aber auch «handbetriebene» Schiebeleitern nach wie vor ausgezeichnete Dienste leisten, zeigte eine Rettungsübung ohne Trage aus der Küche des Feuerwehrmagazins. Immer häufiger und wichtiger werden Einsätze der Chemiewehr und solche unter Atemschutz, im Weiteren auch Einsätze bei Unfällen mit Personenrettung.

Die hohen Anforderungen an Physis und Psyche, die solche Aufgaben stellen, wurde von den Angehörigen der Feuerwehr eindrücklich demonstriert. Höhepunkt und Abschluss bildete eine aus zwölf Rohren aufgebaute Wasserwand; diese eindrücklichen «Wasserspiele» dauerten genau eine Minute, dann waren 4800 Liter Wasser in der Luft verteilt.

Stadtpräsident Kurt Fluri lässt sich solche Übungen «seiner» Feuerwehr nie entgehen. Er dankte dem zahlreichen Publikum für das gezeigte Interesse und den Angehörigen der Feuerwehr für ihren Einsatz, den sie das ganze Jahr hindurch für die Gemeinschaft leisten. Diese reichten von der unauffälligen Hilfe bei Insektenplagen bis hin zu Einsätzen bei spektakulären Grossereignissen, von denen wir im laufenden Jahr glücklicherweise noch verschont geblieben sind.

Sodann rückte nochmals der aus 16 Fahrzeugen bestehende Fuhrpark ins Zentrum: Ein neuer VW Crafter mit Hebebühne ersetzt ein vergleichbares Fahrzeug, das 24 Jahre im Dienst gestanden hat. Mit dem von der Lieferfirma AMAG gespendeten Apéro ging es zum Abschluss einer wirkungsvollen Demonstration daran, den menschlichen Durst zu löschen.