Jardin Suisse Solothurn

Zum Jubiläum gibts ein Ausbildungszentrum und eine Winterlinde

Ein Geschenk an die Stadt Solothurn. Jardin-Suisse-Vorstandsmitglieder mit frisch gepflanzter Winterlinde beim Kunstmuseum (v.l.): Toni Fleischli (Wangen b. Olten), Ralph Belke (Lostorf), Urban Rennhard (Küttigkofen), Toni Sonderegger (Präsident, Langendorf) und Peter Emch (Deitingen).

Ein Geschenk an die Stadt Solothurn. Jardin-Suisse-Vorstandsmitglieder mit frisch gepflanzter Winterlinde beim Kunstmuseum (v.l.): Toni Fleischli (Wangen b. Olten), Ralph Belke (Lostorf), Urban Rennhard (Küttigkofen), Toni Sonderegger (Präsident, Langendorf) und Peter Emch (Deitingen).

Zum 100-Jahr-Jubiläum machten sich die Solothurner Gärtnermeister selber ein Geschenk: Mit dem Ausbildungszentrum in Oeschberg.

1917 war kein Jahr der Freude. Der Erste Weltkrieg tobte, in Russland fand eine Revolution statt und Lebensmittel waren überall Mangelware. Trotzdem fassten sich damals 13 Solothurner Gärtnermeister ein Herz und gründeten den Solothurnischen Handelsgärtnerverein. Heute zählt die Vereinigung Jardin Suisse Solothurn über 50 Mitglieder und engagiert sich vor allem für eine gute Aus- und Weiterbildung. 70 Mitglieder und Gäste feierten im «Solheure» in Solothurn das Jubiläum – in bescheidenem, aber stilvollem Rahmen.

Anton Sonderegger, Inhaber der gleichnamigen Gärtnerei in Langendorf, präsidiert seit 25 Jahren die Solothurner Sektion und erstaunte die Anwesenden mit einigen Reminiszenzen aus der Gründerzeit. Vieles habe sich geändert, Bewährtes sei aber heute noch gültig, sagte er in seiner Ansprache. Bereits sechs Jahre nach der Gründung hatte der noch junge Verband bereits eine erste Gartenbau-Ausstellung in der Rythalle Solothurn organisiert. «Der Anlass war ein voller Erfolg», heisst es in den Annalen des Verbands. Engagiert haben sich die Solothurner aber auch in jüngerer Zeit, wenn sie mit einer Ausstellung an der ehemaligen «Socasa»-Messe für Aufsehen sorgten.

Zentrale Aus- und Weiterbildung

An erster Stelle, damals wie heute, stehe aber die konsequente Aus- und Weiterbildung. 1925 sei mit 21 Lernenden die erste Fachschule für Gärtnerlehrlinge geschaffen worden, so Sonderegger. «Vor einem Jahr wurde an einer ausserordentlichen Generalversammlung grünes Licht für eine massgebliche Beteiligung am neuen Ausbildungszentrum «Kurszentrum Oeschberg AG» gegeben. Die neue Ausbildungsstätte führen die Solothurner zusammen mit «Gärtner Bern».

Der Spatenstich ist am 14. August, die Finanzierung (4 Mio. Franken) sei durch Beiträge und Darlehen der Mitglieder gesichert. «Leider wurde uns bis heute keine staatliche Beteiligung in Aussicht gestellt», monierte Sonderegger. Unbesehen davon blicke der Verband ausgesprochen positiv in die Zukunft. «Der Gärtner hat ein goldenes Handwerk, sein Wissen und Können wird immer gefragt sein».

Jardin Suisse Solothurn gab zum Jubiläum auch Geschenke weiter. So mit einer Winterlinde, die beim Kunstmuseum Solothurn gepflanzt wurde. Zudem mit einem 3000-Franken- Check für das Blumenhaus Buchegg. Dies aus dem Teilerlös aus der Versteigerung von Bildern der Künstler Jean Mauboulès und Roland Flück während der Jubiläumsfeier. (mgt)

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