«Zum alten Stephan» Solothurn gehört jetzt zu den 30 besten Schweizer Restaurants. Damit ist in der Ambassadorenstadt endlich auch ein 17-Punkte-Restaurant zu finden, auch wenn Kenner die kulinarischen Höhepunkte in Zauggs Restaurant auch ohne den zusätzlichen Punkt zu schätzen wussten. Freuen kann sich ebenfalls in Solothurn die junge Crew des «Salzhaus», die sich seit ihrem Start kontinuierlich Jahr für Jahr um einen Punkt steigern konnten.

Bei 14 Punkten steht man mittlerweile. Doch auch Punkt-Verluste gibt es aus Solothurn zu melden: Das Baseltor sinkt von 13 auf 12 Punkte, der Rote Turm - La Tourelle wird neu mit 14 statt mit 15 Punkten bewertet.
Weiterhin auf 17-Punkte-Niveau kocht Jörg Slaschek im Attisholz in Riedholz. Allerdings verbergen die Tester nicht ihre leise Enttäuschung nach dem Besuch, man vermisse etwas das Feuer der Kochleidenschaft im Gourmetlokal «Le Feu».

Die «Traube» in Trimbach hingegen überzeugte die Tester wie alle voran gegangenen Jahre - auch wenn hier eine gewisse Routine Einzug gehalten habe. 17 Punkte vergibt man weiterhin auch bei Lamparts in Hägendorf und ortet dort Neues.

Nämlich einen Weggang von der klassischen, französischen Küche hin zu einer eher mediterranen Ausrichtung. Was bleib wie bisher: «Die einzelnen Gänge sind klein, aber fein». In Flüh ennet dem Passwang kochen Felix Suter und Sandra Marugg Suter in der «Säge» unbeirrt seit Jahren ebenfalls auf dem 17-Punkte-Niveau.

Wenig Neues bei den Arrivierten

16 Punkte erkocht sich seit Jahren ihr Kollege Werner Martin im «Martin». Ein immer volles Restaurant beweist hier Konstanz und gutes Preis-Leistungsverhältnis. Mit 15 Punkten wird das Egerkinger «Kreuz» bewertet, dies obwohl bemerkt wird:

«Der Chef steht also ziemlich unter Stress - davon ist aber bei den Gerichten nichts zu spüren.» Auf 15 Punkte kann auch die «Felsenburg» in Olten stolz sein. Die italienischen Klassiker auf dieser Karte werden seit Jahren gerühmt. Der «Salmen» belegt mit 14 Punkten in Olten Platz zwei.

Dort wird vor allem das «Phantom des Salmens» erwähnt. Der den Testessern bis heute unsichtbar gebliebene Chef Daniel Bitterli. Er beweist sich wohl lieber durch Kochen, als durch Quatschen. Ebenfalls auf 14 Punkte schafften es der «Hirschen» in Erlinsbach, die «Brücke» in Niedergösgen, die «Eintracht» in Kestenholz und die «Sonne» in Gunzgen. Minus 1, nämlich 13 Punkte gab es noch für den «Grenchner Hof.

Das «Kreuz» in Obergösgen kocht ebenfalls in dieser Kategorie. Über neue 13 Punkte freuen sich bestimmt Daniel und Mariana Meola, die ihre «Taverna Romana» vor einem Jahr von Twann nach Hessigkofen in den Sternen zügelten. «Il Grano» in Büren a. Aare macht hingegen mit 13 Punkten einen Punkt Verlust. 12 Punkte werden noch - wie im vergangenen Jahr - an die «Seerose» in Bolken verteilt.

Und noch ein Testergebnis, welches in der Region für Aufsehen sorgt: Der Egerkinger Jonas A. Schürmann, wurde als Direktor des Mandarin Oriental Hotels in Hong Kong von der Jury des Schweizer «Gault Millau» zum diesjährigen «Star im Ausland» gekürt worden.