Im Jahr 1481 war die Stimmung in der damaligen Eidgenossenschaft angespannt. Beinahe wäre ein Krieg zwischen den Stadt- und Landorten ausgebrochen. Nur Niklaus von Flüe (auch Bruder Klaus genannt) konnte sie besänftigen und wohl den Zerfall der Eidgenossenschaft verhindern. Seine Worte an die Tagsatzung von Stans machten besänftigten die aufgebrachten Gemüter und stifteten Frieden. Dank ihm konnten Solothurn und Freiburg in die Eidgenossenschaft aufgenommen werden. 

Zu dem 600. Geburtstag von Niklaus von Flüe hat sich Simon Reitze aus Solothurn etwas besonderes ausgedacht. Er überlegte sich, was Bruder Klaus wohl heute raten würde. Was würde heute Sinn machen? So kam ihm die Idee zum «Friedens- und Wunschstein». Ein Kunstwerk, das täglich neu entsteht, indem Besucher ihre Wünsche für alle auf einer Schiefertafel auf dem Stein anbringen.

So steht der 20. August ganz im Zeichen von Bruder Klaus: Bereits ab 12 Uhr wartet auf der St. Ursen-Terrasse ein Pavillon mit der Roadshow «Niklaus von Flüe unterwegs». Der Friedensstein wird um 19 Uhr offiziell eingeweiht. Vier Solothurner Kinder schreiben oder zeichnen ihre Wünsche für alle auf die Schiefertafel. (chg/mgt)