Trotz der «kleinen Eiszeit» diese Woche blieb der Februar 2018 in Solothurn mit einem Monatsmittel von 0,6 Grad im Plusbereich – also kein Vergleich zur Ausgabe 2012, als nach drei eisigen Wochen ein Minus von 3,3 Grad zu Buche stand. Auch wurde der Niederschlagsdurchschnitt mit nur 65 Litern pro Quadratmeter um rund 40 Prozent verfehlt, notabene der erste zu trockene Wintermonat, nachdem der Januar und Dezember, aber auch der November deutlich zu nass gewesen waren.

Der Winter 2017/18 ist mit einem Mittel von 2,7 Grad gut 2 Grad zu warm ausgefallen, wozu vor allem der extrem warme Januar beigetragen hat. Der Winter war deshalb in den Niederungen auch sehr schneearm; die einzige Serie von Eistagen ging allein auf das Konto der jetzigen Eiswoche.

Durchzogene Fasnacht

Der Februar begann nass, aber mässig kalt, und bis zum Schmutzigen Donnerstag am 8. Februar gabs einen Wolken-Sonne-Mix mit einzelnen Flocken. An der Fasnacht selbst wurden der Umzug am Sonntag durchnässt, dann waren bis Aschermittwoch die Nächte mit Minusgraden das grössere Problem. Das bisschen Schnee am und nach dem Aschermittwoch war nicht der Rede wert, und ausser dem nassen Samstag am 17. Februar dominierte meist zäher Hochnebel bei Temperaturen knapp im Plusbereich das Wettergeschehen. Die Sonne dagegen war wie schon den ganzen Winter über ein seltener Gast.

Auf den letzten Februarsonntag hin sickerte dann sibirische Kaltluft aus Osteuropa ins Mittelland ein und brachte für einige Tage eine «kleine Eiszeit». Garniert mit einer mässigen bis starken Bise, sorgte der Windchill auch bei Sonnenschein für gefühlte zweistellige Minustemperaturen, auch wenn diese Marke in Solothurn nur gerade in der Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch geknackt worden war.

Nur ein Hauch von Frühling

Mit dem gestrigen Schneefall pünktlich auf den kalendarischen Frühlingsbeginn wird zwar die Wende zu wärmerem Wetter eingeleitet, auch wenn die Kaltluft sich vielleicht noch bis morgen behaupten kann. Doch ein Hauch von Frühling mit vielleicht zweistelligen Plusgraden ist derzeit nur auf Sonntag und allenfalls Montag drin, danach wechseln sich laut den Modellen eher kürzere Warmphasen bei nur einstelligen Plusgraden mit durchaus längeren Winter-Intermezzi ab – der Frühling wird zur Geduldsprobe.