Benefizkonzert
Zuletzt schauten 6000 Franken heraus

Das Benefizkonzert für die brandgeschädigte St.-Ursen-Kathedrale war ein Erfolg: Neben Standing Ovations in der vollbesetzten Marienkirche brachte die Kollekte 6000 Franken für den St-.Ursen-Spendentopf.

Silvia Rietz
Drucken
Teilen

Solothurner Zeitung

Das Benefizkonzert für die brandgeschädigte St.-Ursen-Kathedrale war ein Erfolg: Neben Standing Ovations in der vollbesetzten Marienkirche brachte die Kollekte 6000 Franken für den St-.Ursen-Spendentopf.

Die letzen Besucher suchten noch einen Platz in den dicht gedrängten Reihen, als Trompeten und Posaunen von der Empore mit dem Präludium aus dem «Te Deum» von Charpentier den ersten Benefizanlass für die brandgeschädigte St.-Ursen-Kathedrale feierlich eröffneten.

Mit Weihbischof Denis Theurillat und dem neuen Generalvikar des Bistums Basel, Markus Thürig, sowie Regierungsrat Walter Straumann gab sich sozusagen die kirchliche und weltliche Spitze des Bistumkantons Solothurn die Ehre. Zahlreiche Kantons- und Gemeindepolitiker, aber auch Oberinnen und Schwestern aller Ordensgemeinschaften zeigten sich mit der gebeutelten Kirchgemeinde und mit dem Organisations-Team solidarisch.

Solidarität ohne Grenzen

Selbst von Winznau waren Musikfans in die Weststadt gepilgert. Gemeindeleiter Max Herrmann: «Es ist toll, was die Organisation der Musikalischen Andachten zustande gebracht hat. Wir ‹Winznauer› liessen uns von dem Musikgenuss total begeistern. Das erfreuliche Sammelergebnis ist allen Beteiligten und dem Projekt St. Ursen zu gönnen.» Selbst aus Zofingen und Bern waren einige Damen angereist.

Starke Günsberger Delegation

Der Kirchenchor Günsberg marschierte nicht von ungefähr in globo auf. Waren mit Sopranistin Liliane Rohrer-Schneider, Akkordeonist Ernst Rohrer und Tenor Silvan Müller doch gleich drei in Günsberg wohnende Musiker zu hören. Gemeinsam mit ihnen verzauberten die Harfenklänge von Iris Burkhardt, die Klangmodulationen von Klarinettist Wenzel Grund sowie Christoph Greuters feine Lautenmelodien. Wahres musikalisches «Engelsbrot» servierten Liliane Rohrer-Schneider und Judith Lüpold (sie singen in der Musikalischen Andacht vom 26. Mai) mit dem stimmigen «Panis Angelicus», während Katharina Spielmann und Silvan Müller mit Mozart begeisterten.

Ruth Hofer aus Solothurn: «Mir hat das Programm sehr gut gefallen. Es war für jede Vorliebe etwas dabei - alles in allem ein wunderbares Konzert.» Domorganistin Suzanne Z'Graggen und Kathrin Nünlist begleiteten die Vokalisten, zu denen sich beim «Ave verum» auch Domchorleiter Konstantin Keiser und Mitgestalter Jürg Schläpfer gesellten.

«Wir sind überwältigt»

Pater Antony Kolencherry: «Es ist nicht selbstverständlich, dass so viele Musiker in einem Gotteshaus für Gotteslohn auftreten und sich für eine Kirche einsetzen.» Walter Straumann nahm den Ball auf und berichtete als Präsident des Vereins Pro Kathedrale St. Urs und Viktor über den Stand der Sanierung. «Neben Einzelgaben und Gross-Spenden schätzen wir natürlich solche Benefiz-Initiativen, da sie nachhaltig wirken.» Die vom BraFa Bläserquartett gespielte Fanfare unterstrich Straumanns Appell wunderbar.

Mit stehenden Ovationen bedankte sich das Publikum für ein hochstehendes und abwechslungsreiches Konzerterlebnis und stimmte in den alle verbindenden Schlussgesang «Laudate omnes gentes» ein.

Kassiererin Helene Sassine: «Wir sind überwältigt. Es sind 5902 Franken Kollekte eingegangen, und der Betrag ist vom Team der Musikalischen Andachten auf 6000 Franken aufgerundet worden.»