Freibad Solothurn
Zuerst ins Bassin, dann ein Stück Solothurner Torte: Badi startet mit neuem Betreiber in die Saison

Zwar lädt das aktuelle Wetter noch nicht gerade zu einem Badi-Besuch ein. Aber bereit für die Gäste wäre man in Solothurn. Vor allem auch der neue Betreiber der Badi-Beiz, die «Suteria».

Wolfgang Wagmann
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Badi Solothurn
19 Bilder
 Dieses Boot lädt im Planschbecken zum Verweilen ein.
 Die Rutschbahn erhält bunte Konkurrenz.
 Ein Teil der neuen Spielgeräte im Planschbecken.
 Bald können Kinder hier ins Wasser rutschen.
 Der Blick durch die neue Leuchtturm-Rutschbahn.
 Noch putzt das "Reinigungs-U-Boot" den Beckenboden.
 Ungewöhnlich: ein weisser Göiferlätsch kurz vor der Saisoneröffnung.
 Noch ist an einen Aareschwumm nicht zu denken.
 Der neue Betreiber der Badi-Beiz ist unübersehbar.
Tom Meier Michael Brüderli führen neu für die Suteria die Beiz in der Solothurner Badi. Tom Meier Michael Brüderli Suteria
 Auch für die rauchende Minderheit ist gesorgt.
 Letzte Vorbereitungen im ehemaligen Männerbad.
 Auch der Sandkasten und das Sonnensegel wären bereit für wärmere Zeiten.
 Das Sportbecken wird ab nächstem Herbst saniert.
 Der Klassiker: die Rutschbahn.
 Noch hat das Wasser die ideale Badetemperatur nicht erreicht.
 Ein Blick in die neue Wasseraufbereitungs-Anlage.
 Das Innere des Flterhauses West.

Badi Solothurn

Wolfgang Wagmann

Die Ära von Ernst Schär hat letzten September nach zwei Jahrzehnten in der Badi geendet, auf die entsprechende Ausschreibung der Wirte-Pacht durch die Stadt hat die «Suteria» das Rennen gemacht. «Wir haben vorerst einen Zweijahresvertrag unterschrieben»; hält Suteria-Geschäftsführer Michael Brüderli fest.

Danach sei der Vertrag jeweils auf ein Jahr befristet. «In zwei Jahren wird hier ohnehin im grossen Stil umgebaut», hofft Brüderli insbesondere auf die Optimierung durch einen Lift für den Waren- und Behindertentransport in das im Obergeschoss eingebaute Restaurant mit seiner beliebten Terrasse.

Alles ein bisschen anders

Die Leitung der Badi-Beiz hat Tom Meier übernommen. «Ich bin für die Personalführung und den Einkauf zuständig, aber auch in den Stosszeiten an der Front anzutreffen.» Starten wolle man mit fünf bis sechs Leuten, in der Hochsaison könnten bis 14 Beschäftigte den Laden schmeissen. Vor wenigen Wochen hat Meier seine «Pastaria Tomaso» in der Barfüssergasse eröffnet - ergo wird auch seine Pasta auf der Speisekarte der Badi auftauchen. «Täglich wird’s ein Menü geben, weiter Pollo-Salat», so Meier.

Badi-Eröffnung

Nach der Winterpause beginnt die Freiluftbadesaison in Solothurn am Samstag, 11. Mai 2019. Die Öffnungszeiten bleiben unverändert: Mai und September von 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr sowie in den Monaten Juni, Juli und August von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Bei schönem und warmem Wetter bleibt das Freibad in diesen Monaten jeweils bis 21.00 Uhr geöffnet.

Das beliebte Vollmondschwimmen findet bei schönem Wetter an folgenden Daten statt: Montag, 17. Juni, Dienstag, 16. Juli, und Donnerstag, 15. August 2019.

Hingegen werde das Thai-Curry seines Nachfolgers vorderhand nicht mehr im Angebot sein. «Chicken Nuggets sowie Fish and Chips» zählt dagegen Michal Brüderli weiter auf, der sich vor der Saison-Eröffnung plötzlich mit «Zweifel-Chips und Gummibärli-Menschen» habe herumschlagen müssen. Gebe es aber weiterhin, genauso wie Stängeli-Glace neben der eigenen Haus-Glace, beruhigt Brüderli. Natürlich stamme aber der Löwenanteil der Süssigkeiten aus der benachbarten Suteria-Produktion im Grabacker, «und auch die Solothurner Torte werden wir im Sortiment haben.»

Neu wird zudem der Kiosk im Parterre mit warmem Essen bestückt. «Hot dog und Pommes» verspricht hier Tom Meier.

Kinder dürfen sich freuen

Nächstes grosses Projekt in der Badi ist die Sanierung des Sportbeckens, die im Herbst nach der Saison beginnt. Doch aufgerüstet wurde nun ganz woanders: Im noch wasserfreien Planschbecken stehen neu etliche bunte Spielgeräte wie beispielsweise ein Leuchtturm, ein Boot, ein Seelöwe mitsamt Möwe oder auch ein Schneckengetriebe, mit dem die Kinder Wasser in eine Rinne hinaufkurbeln können. «Die bisherige Rutschbahn und die Pilze waren allein doch etwas langweilig», freut sich Pascal Prétôt über die Neuerungen. «Die Kinder sollen sich verweilen können. Es ist schön, durften wir diese Aufwertung realisieren.»

Dafür dürfte das beliebte Mondschein-Schwimmen vor allem die Erwachsenen faszinieren – denn es findet diesmal gleich in drei Nächten, und zwar am 17. Juni, 16. Juli und 15. August statt. «Damit haben wir mehr Ausweichdaten bei Schlechtwetter», so Prétôt.

Neues, aber kaltes Wasser

«Nach den kalten Nächten haben wir noch 15 Grad – letzte Woche waren es immer hin 17». Wohlgemerkt, Chefbadmeister Pascal Prétôt spricht von den Wassertemperaturen der Badi-Bassins. Die Luft jedoch ist wesentlich kälter, der Göiferlätsch grüsst weiss übers Land. Trotzdem ist der Rasen schon üppig gewachsen, und die Mähmaschine zieht ihre Kreise.
Dagegen kann der Chefbadmeister mit einem neuen Trumpf bezüglich Wasser aufwarten: Die Wasseraufbereitungsanlage im Filterhaus West wurde rundum erneuert. «Sie hatte das Ende ihrer Lebensdauer erreicht.» Statt der riskanten Chlorgase werde jetzt eine «Chlorsuppe» erzeugt, «so produzieren wir nur noch, was wir gerade brauchen», erklärt Prétôt zur neuen Sicherung der Wasserqualität.