«Es wird einen Mehrwert für die Badegäste geben», ist Chefbadmeister Pascal Prétôt überzeugt und zählt die Vorteile auf. Wie: «Es werden dreimal so viele Duschen zur Verfügung stehen.» Aber auch die Arbeitsabläufe des Badmeister-Teams würden vereinfacht, wenn die Garage im Mitteltrakt der Badi ans Nordende der Anlage verlegt würde. «Aber zuerst muss das Volk noch Ja sagen.» Und noch vorher der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 17. September. Es geht um immerhin 7,8 Mio. Franken Gesamtkosten, was in der Gemeinderatskommission schon für Stirnrunzeln gesorgt hatte: Erste Kostenschätzungen ohne konkretes Projekt waren noch von 6,4 Mio. Franken ausgegangen.

In einem sehr schlechten Zustand

Die 1962 bis 1964 von Stadtbaumeister Hans Luder erstellte Anlage – sie steht inzwischen unter Schutz – sei «in einem sehr schlechten Zustand» sowohl was die Struktur wie auch Sicherheitsaspekte anbelange. Mit einer Sanierung über zwei Etappen im Winterhalbjahr 2020/21 und 2021/22 würde der Wert des Bauwerks «über Jahrzehnte erhalten», so die Botschaft an den Gemeinderat.


Im Fokus steht auch die energetische Sanierung, und die schadhaften, veralteten Absorbermatten zur Wassererwärmung auf dem Dach werden durch eine Photovoltaik-Anlage ersetzt. Behindertengerecht soll die Badi nicht nur im Bereich der sanitären Anlagen werden, sondern auch das komplett erneuerte Restaurant den bisher arg vermissten Lift erhalten. Die Energieerzeugung erfolgt neu über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, mit der das Brauchwarmwasser aufbereitet wird und die im Winter die nötigen Räumlichkeiten beheizt. Bereits sind 600 000 Franken bewilligt, sodass noch ein Brutto-Ergänzungskredit von 7,2 Mio. Franken gesprochen werden muss.

Diesen Winter wird das Sportbecken saniert

Bereits in Kompetenz der Gemeindeversammlung wurden Ende Jahr 2,27 Mio. Franken für die Sanierung des Sportbeckens gesprochen. «Am Montag nach Saisonschluss werden die Arbeiten sofort beginnen,» weiss Chefbadmeister Prétot. Nach Abschluss der Arbeiten werde das Becken voll wettkampftauglich sein. «Ich hoffe, es wird alles rechtzeitig auf den nächsten Saisonbeginn fertig.»
Immerhin könne man bei unliebsamen Verzögerungen – Zuchwil bot diesen Sommer Anschauungsunterricht - die Badi Solothurn auch teilweise für die Gäste öffnen. Übrigens: Um einem allfällig strengen Winter ein Schnippchen zu schlagen, finden die Arbeiten im Sportbecken unter einer sogenannten «Einhausung» statt. Pascal Prétôt: «So kann man bis null Grad Aussentemperatur normal weiterarbeiten.»