Mit einer Durchschnittstemperatur von 8,0 Grad hat der Monat mehr als 2 Grad über dem langjährigen Mittel abgeschnitten. Das ist einerseits auf den ständigen Hochdruckeinfluss in der zweiten Märzenhälfte zurückzuführen, andererseits auch auf das fast komplette Ausbleiben von Winter-Rückschlägen, die es sonst gerade im März gerne gibt. An Niederschlag wurde der Wallierhof Riedholz mit 134,2 Litern oder Millimetern Nass pro Quadratmeter leicht überdurchschnittlich bedient, in der Stadt war es dagegen wesentlich trockener. Bis am 8. März wurde zudem im Wallierhof eine Schneedecke registriert, die zu Monatsbeginn noch 14 cm hoch war, aber nur am 3,/4. März nochmals geringen Zuwachs erfuhr, um dann rasch zu verschwinden.

Das Glück der Narren

Auf den Monatsstart fiel auch die Fasnacht und diese wurde von Petrus verwöhnt: Regnerisch waren nämlich bloss die beiden «ereignislosen» Tage am Freitag und Montag, die Chesslete, der Kinderumzug, die grossen Umzüge wie auch die Strassenfasnacht am Samstag blieben trocken bei durchaus erträglichen Nachttemperaturen.

So richtig garstig wurde es erst, nachdem der Böögg verbrannt und die Narrenlaterne gelöscht war. Vom 7. März bis zur Monatsmitte beherrschten Tiefdruckgebiete die Szenerie und brachten reichlich Niederschlag, aber vorerst auch auf den Jurahöhen noch als Regen. Doch auf den 11. März sickerte polare Kaltluft ein und sorgte nochmals für eine Neuschneedecke auf dem Weissenstein. Besonders nass zeigte sich der Donnerstag, 14. März, und gegen Abend mischten sich in den Regen auch in Solothurn dicke weisse Flocken quasi als Abschiedsgruss des sehr glimpflich verlaufenen Winters 2018/19.

Die Macht des Frühlings

Die letzten zwei Märzenwochen herrschte Sonnenschein pur vor, auch wenn die Nächte noch kalt waren und Morgenfrost durchaus zum Tagesprogramm gehörte. Lediglich die Bise trübte als Spielverderberin die Frühlingsgefühle, die sich auch in der Vegetation offenbarten: Derzeit weist die Pflanzenwelt einen Vorsprung von ein, zwei Wochen auf.

Einen Dämpfer gibts nun auch für die einsetzende Blütenpracht ab Mittwoch bis am Freitag; Bei immer kühler werdenden Temperaturen solls bis zu 30 oder 40 Millimeter Regen geben, und die Erholung aufs Wochenende dürfte nur zögerlich ausfallen. Auch im weiteren Verlauf sind die Modelle skeptisch und zeigen eher einen für den April typischen, wechselhaften Wettercharakter an. Jedenfalls dürfte die geplante Hafebar-Eröffnung ab Freitag – wenn überhaupt – ein eher kühles Vergnügen werden.